Nickl geht zum Angriff über

Lokales
Neustadt am Kulm
24.03.2015
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Wie viel muss der Schulverband (SV) Am Kulm für die Stunden in der Sporthalle in Neustadt zahlen? Nach der heftigen Kritik des SpVgg-Vorsitzenden an der Kürzung rechnet nun der Schulverbandsvorsitzende vor: "Wir zahlen immer noch zu viel."

(wüw) SV gegen SpVgg, die Auseinandersetzung bringt alles mit, was ein Kreisklassen-Derby braucht - nur ein Ball ist nicht im Spiel. Nachdem er bislang in die Defensive gedrängt war, geht der Vorsitzende des Schulverbands (SV) nun in die Offensive. Albert Nickl verteidigt nicht mehr nur die einseitige Kürzung der Zahlungen, sondern verlangt vom SpVgg-Vorsitzenden Bernd Deubzer Einblick in die Nebenkostenabrechnungen. "Darauf warten wir seit sechs Jahren."

So lange besteht der Vertrag zwischen Schulverband und SpVgg Neustadt am Kulm. Laut diesem Vertrag muss der Schulverband keine Miete bezahlen, sondern nur die anteiligen Kosten für Strom, Wasser, Abwasser, Reinigung und Heizungübernehmen. Mit dieser Vereinbarung schufen die Beteiligten ein Schlupfloch, um die vereinseigene Halle mit Unterstützung des Konjunkturpakets II sanieren zu können. "Das Konjunkturpaket war nur für öffentliche Maßnahmen gedacht", erinnert Nickl. 2009 einigten sich Verein und Schulverband auf eine Zahlung von jährlich 7000 Euro bei einer Belegung von 16 Stunden in der Woche.

Diese Belegung durch die Grundschule sei mit den Jahren aber immer weiter zurückgegangen. Inzwischen nutze die Speinsharter Grundschule die Halle in Neustadt nur mehr an acht Schulstunden in der Woche. Auf diese Halbierung der Belegungszeit habe der Schulverband reagiert und auch die Zahlung zurückgefahren - auf derzeit 5000 Euro. Nickl geht davon aus, dass dies mehr ist, als dem Verein zusteht. Sagen könne er es nicht, denn bis heute habe der Sportverein keine Abrechnung der Nebenkosten vorgelegt. "Bei einem vergleichbaren Vertrag mit einem anderen Vermieter bezahlen wir 400 Euro pro Jahr und Wochenstunde. Bei acht Wochenstunden könnten wir den Betrag also noch weiter senken."

Nickl sagt, dass er das gar nicht wolle. "Es geht mir nicht darum, einen regionalen Sportverein zu schaden." Allerdings wolle er Einsicht in die Kalkulation und vor allem wolle er sich nicht als Mietpreller darstellen lassen. "In einem Schreiben vom 12. Dezember haben wir ausführlich erklärt, weshalb wir die Zahlungen kürzen." In dem Schreiben habe er die SpVgg Neustadt am Kulm auch erneut aufgefordert, die tatsächlich entstandenen Kosten nachzuweisen. "Sollte dieser Nachweis zeigen, dass der SpVgg das Geld zusteht, werden wir sofort überweisen."

Für ein klärendes Gespräch stehe er jederzeit zur Verfügung. Er habe Bürgermeister Wolfgang Haberberger und auch der SpVgg vier Termine für das Gespräch vorgeschlagen. Die Verantwortlichen der SpVgg hätten sich aber anders als Bürgermeister Haberberger bislang nicht bei ihm gemeldet. SpVgg-Vorsitzender Bernd Deubzer befindet sich im Urlaub und war deshalb für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
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