Seit 50 Jahren der Klang des Kulms

Lokales
Neustadt am Kulm
06.05.2015
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Eine Institution wird 50: Neustadt am Kulm feiert seinen evangelischen Posaunenchor. Die Bläsergruppe hat unterm Kulm längst nicht mehr nur kirchliche Bedeutung.

Seit einem halben Jahrhundert ist der evangelische Posaunenchor nicht mehr aus der Kirchengemeinde und der ganzen Kulmstadt wegzudenken. Genau 50 Jahre ist es her, seit der Vikar und spätere Pfarrer Willibald Schneider den Posaunenchor aus der Taufe hob. Das Jubiläum feiert der Chor am Sonntag, 10. Mai, mit einem Festgottesdienst um 9 Uhr in der Stadtkirche. Beginnen wird das Fest mit einem Weckruf des Posaunenchors Frankenberg. Um 8.30 Uhr stellen sich Ehrengäste und Vereinsabordnungen am Rathausplatz auf, um danach zur Stadtkirche zu ziehen.

Beim Gottesdienst zeichnet der Chor langjährige Bläser aus. Anschließend steht ein gemütliches Beisammensein im Gemeindehausgarten auf dem Programm. Das Fest klingt um 14.30 Uhr mit einem Konzert auf dem Marktplatz aus. Befreundete Chöre aus Frankenberg, Auerswalde und Landshut haben ihre Teilnahme schon zugesagt.

An die Zeit der Gründung können sich noch Alfred Burucker, Siegfried Buttler, Alfred Schurig und Günther Steinlein erinnern. Sie zählten schon zur Erstbesetzung. Bis heute sind die vier dabei, wenn sich der Chor 80 bis 90 Mal im Jahr trifft, um zu proben oder die Feste und Veranstaltungen der Gemeinde zu gestalten. Dazu zählen kirchliche Feste in der Advents- und Weihnachtszeit, an Ostern, die Konfirmation, Erntedankfest und das Reformationsfest. Der Chor spielt Jubilaren ein Ständchen und musiziert schon seit 1988 in der katholischen Nachbargemeinde Mockersdorf bei der Fronleichnamsprozession.

Auch weltliche Termine wie den Volkstrauertag gestaltet er. Beim Bürgerfest betreiben die Bläser die Weinschänke. Höhepunkte im Vereinsleben stellen immer die Johannisfeier und die Waldweihnacht dar. Zur Zeit gehören dem Chor 26 Musiker an. Sechs Nachwuchsbläser bereiten sich auf den Einsatz bei den Großen vor. In der Vergangenheit kümmerten sich Karl Pühl, Willi Stahl, Günther Steinlein, Jürgen Gebhardt, Jutta Mayer und Karin Müller-Bayer um die Ausbildung.

Nach der Gründung des Chores wurden die ersten Instrumente in Nürnberg und Bayreuth gekauft, wobei sich der Kirchenvorstand großzügig zeigte. Erster Chorleiter war der im Jahr 1985 verstorbene Werner Rigoll, der mit Unterstützung von Bruder Christoph aus Nürnberg im Jahr 1965 31 Anfängern, von sieben bis 40 Jahren, das Posaunen- und Trompetenspielen beibrachte. Geprobt wurde in der Friedhofskirche, das Gemeindehaus gab es noch nicht.

Dem Übungsfleiß der Mitglieder und dem Ehrgeiz des Leiters war es zu verdanken, dass es noch im Gründungsjahr den ersten Auftritt in einem Gottesdienst zum Erntedankfest gab. Ein Jahr später nahmen die Chormitglieder am Posaunenchortreffen in Passau teil. Nach dem Rücktritt Rigolls übten aushilfsweise Hans Loos aus Speichersdorf und Lehrer Gräf aus Frankenberg sowie der damals neue Pfarrer Ulrich Cronenberg die Leitung aus, ehe das Amt der wie Cronenberg bereits verstorbene Karl Pühl übernahm. Der spätere Bürgermeister leitete den Chor 40 Jahre lang und übergab den Dirigentenstab 2006 an Willi Stahl.

Im Jahr 2007 wurde Pühl zum Ehrendirigenten ernannt. Willi Stahl gab 2009 den Dirigentenstab an Jutta Mayer weiter. Seit diesem Jahr ist Karin Müller-Bayer Chorleiterin, als stellvertretender Chorleiter fungiert Manfred Baumann. Auch der bisherige Chorobmann Günther Steinlein gab in diesem Jahr sein Amt in die jüngeren Hände von Martin Kreuzer.
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