Unfall, Feuer, Ameisen

Treue und neue Mitglieder standen im Mittelpunkt der Versammlung der Wehr. Ihnen gratulierten Vorsitzender Marco Schläger (stehend rechts), Kommandant Jörg Schläger (Zweiter von rechts), Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer (Zweiter von links) sowie zweiter Bürgermeister Karlheinz Schultes (Vierter von links). Anja Kroher (Dritte von Links) wurde für 25 Jahre, Oswald Dollhopf (Sechster von rechts) für 60 Jahre geehrt. Bild: Walter
Lokales
Neustadt am Kulm
04.12.2015
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Langweilig wurde es den Aktiven der Feuerwehr von Neustadt am Kulm vergangenes Jahr nicht. Das zeigten die Bericht der Hauptversammlung in der Gaststätte Burucker. Besonders einer der 13 Einsätze hatte es in sich.

Kommandant Jörg Schläger übernahm den Rückblick auf das Jahr der Aktiven. Die entfernten umgestürzte Bäume von Straßen, regelten den Verkehr bei Unfällen, beseitigen Ölspuren und rückten zu Großbränden in Münchsreuth und Schlammersdorf aus. Einmalig war aber der Einsatz am Kulmhaus am 31. August. Ein Anrufer hatte der Leitstelle Rauchschwaden überm Kulm gemeldet.

In Wirklichkeit kreiste ein riesiger Schwarm Flugameisen um den Aussichtsturm. Immer wieder stiegen die Tiere von der Plattform des Aussichtsturmes auf, so dass es aus der Ferne tatsächlich wie Rauch aussah. Atem- und fassungslos waren die Feuerwehrleute, als sie auf dem Kulmgipfel ankamen und bemerkten, dass sich der Brand in Ameisen aufgelöst hatte.

Lob zollte Schläger Amelie Kopp, die erfolgreich einen Atemschutzlehrgang absolviert hatte. Auch die anderen Aktiven waren fleißig, 33 Übungen standen auf dem Plan, drei Mal wurde die Atemschutzstrecke in Neustadt an der Waldnaab besucht. Zudem trafen sich die Jugendgruppen zu 23 Übungen, absolvierten die Jugendleistungsspange und den Wissenstest. Die beiden Fahrzeuge sind für den Digitalfunk gerüstet. Zudem hat die Wehr für das Löschfahrzeug eine Rückfahrkamera angeschafft.

Mitglieder unter 300

Neu sind die Anwärter Alexander Merkl, Christoph Kassel, Hannes Roth, Johannes Kopp, Leon Roth, Lukas Scherl und Ronja Hemrich. Trotz der Zugänge ist die Wehr unter die 300er-Marke gefallen. Schriftführer Torsten Fischer sprach von 292 Mitgliedern. Von geordneten finanziellen Verhältnissen berichtete Kassier Jörg Gebhardt. Trotz verschiedener Anschaffungen liegt das Plus bei 600 Euro. Die Kassenprüfer Peter Porsch und Hans-Jürgen Dötsch bescheinigten einwandfreie Kassenführung.

Vorsitzender Marco Schläger blickte aufs Vereinsjahr, erinnerte an Gratulationsbesuche bei Jubilaren und den gelungenen Tag der offenen Tür, trotz des schlechten Wetters. Schläger dankte allen Helfern. Eine "runde Sache" sei der Vereinsausflug nach Regensburg und Abensberg gewesen. Die Premiere des Oktoberfestes mit dem Sportverein war etwas schwach besucht. Dennoch soll es auch weiterhin Feste mit dem Sportverein geben. Das Feuerwehrhaus stehe auch für private Feiern bereit.

Digitalfunk auf Eis

Dank galt den Familien Klaus Sehnke und Petra Prischenk sowie Elisabeth Haberberger für die Pflege der Außenanlagen. Manuel Biewald, Thomas Gröger, Manuel Kroher, Carola Schläger, Jörg Schläger und Jörg Gebhardt hatten den Christbaum der Wehr geschmücktn Fred Polke seinen Stapler zur Verfügung gestellt. Den Baum beim Gerätehaus hat Alfred Schurig gestiftet und Manfred Pühl geschmückt. Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer freute sich über die vielen junge Feuerwehrler. Das Thema Digitalfunk verfolge ihn seit 25 Jahren. Derzeite liege das Projekt auf Eis, weil die zuständige Firma Insolvenz anmelden musste. Zweiter Bürgermeister Karlheinz Schultes sichert zu, die Stadt unterstütze sie gerne bei Digitalfunk und Absauganlage.

Barbara Tschirschnitz und Martin Kreuzer hatten zu Beginn das Lied vom Guten Kameraden gespielt, um die verstorbenen Mitglieder Wolfgang Mergner, Eduard Pecher, Johannes Schindler, Ernst Bauer, Rudolf Polke, Rudolf Bayer, Adolf Schäffler und Dieter Schindler zu ehren.
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