Vor 70 Jahren sterben vier Buben beim Spielen mit Munition
Neustadts letzte Kriegsopfer

Konrad, Fritzi und Karli Kopp waren die letzten Kriegsopfer in Neustadt am Kulm. Den Buben wurde die gefundene Munition zum Verhängnis. Bild: ww
Lokales
Neustadt am Kulm
21.04.2015
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Der Grabstein auf dem Friedhof ist ein stummer Zeuge eines tragischen Unglücks in der Kulmstadt. Am 7. Mai 1945 spielten Kinder am Sandbergweg. Es war um die Mittagszeit, als Alma Kaupert ihren Buben Dieter und die Mädchen Ute, Helga und Ursel zum Essen rief. Die Töchter kamen sofort, Dieter ließ auf sich warten. Plötzlich gab es einen lauten Knall.

Was war geschehen? Den Erzählungen nach, hatte Reinhold Rollert Munition aus den letzten Kriegstagen gefunden. Mit dieser spielten die Kinder. Als sie der Bub plötzlich wegwarf, explodierte sie. Die Brüder Karli, Fritzi und Konrad Kopp starben genau wie Dieter Kauper. Die vier Burschen waren damals drei bis acht Jahre alt.

Reinhold Rollert kam mit einer Schramme am Bein davon. Wie groß das Leid nicht nur für die Familie Kopp, sondern auch für Alma Kaupert damals war, kann man nur erahnen. Für Alma Kaupert kam wenig später die Nachricht hinzu, dass ihr Ehemann Karl im Februar gefallen war.

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