Wegen Halle aus dem Häuschen

Lokales
Neustadt am Kulm
27.03.2015
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Bernd Deubzer bleibt bei seiner Kritik: Der Schulverband Am Kulm enthält der SpVgg unberechtigterweise Geld vor. Und wie der Schulverband dies begründet, macht den SpVgg-Vorsitzenden erst richtig sauer.

(wüw) Die Entspannung hielt nicht lange. Eben aus dem Kurzurlaub zurück, habe er sich schon aufregen müssen, berichtet Bernd Deubzer am Telefon. Grund für den Ärger waren die Aussagen Albert Nickls im "Neuen Tag". Was der Vorsitzende des Schulverbands Am Kulm (SV) im Artikel vom Dienstag zum Streit um die Turnhalle in Neustadt am Kulm sagt, macht ihn sprachlos, erklärt der Vorsitzende der Sportvereinigung (SpVgg) Neustadt am Kulm.

Der SV habe die Zahlungen an die SpVgg für die Hallenzeiten gekürzt - weil der Sportverein nie eine Nebenkostenabrechnung vorgelegt hat, begründet Nickl. Das sei richtig, sagt Deubzer. "Es liegt aber daran, dass Nickl sechs Jahre keine Abrechnung wollte." Er könne sich das plötzliche Interesse an der Abrechnung nur so erklären: "Herr Nickl sucht nachträglich einen Grund, um seine unabgesprochene Kürzung zu erklären."

Schon wieder in Verzug

Dass die Schule die Halle weniger häufig nutzt, eigne sich als Erklärung aber nicht. Anders als Nickl erklärt, gebe es im Vertrag keinen Zusammenhang zwischen Zahlung und Nutzungszeit. "Wir hatten von Anfang an eine Pauschale vereinbart." Diese sei tatsächlich seit 2009 zweimal abgesenkt worden. Allerdings nach Absprache zwischen Schulverband und SpVgg. "Das haben wir dann jedes Mal auch im Vertrag festgehalten." Umso überraschter ist Deubzer, dass Nickl nun ohne Absprache kürzt.

Und die Kürzung ist nicht die einzige Aktion Nickls, die Deubzer gegen den Strich geht. Im letzten Jahr habe der Verein neun Monate aufs Geld warten müssen. Nach der Zahlung fürs erste Quartal gab es bis Dezember kein Geld. "Weil Herr Nickl angeblich keine Zeit zum Überweisen hatte." Als das Geld kam, fehlten 500 Euro. Statt 5500 kamen nur 5000. Auch in diesem Jahr sei der SV im Rückstand. Die Zahlung fürs erste Quartal sei seit Februar fällig. Außerdem stehe eine Zahlung für eine Sicherheitsprüfung der Hallengeräte aus. "Laut Vertrag muss der Schulverband die Hälfte zahlen."

Gespräch am Montag

Auch die Aussage, dass dem Schulverband keine Zahlungsaufforderung vorliege, macht Deubzer wütend: Wir haben zweimal gemahnt, am 15. Dezember und am 16. März. Das ausstehende Geld sei die eine Sache, grundsätzlich sei der Verein aber gesprächsbereit. Deubzer ärgert vor allem das Wie. "Wieso muss ich das Gespräch suchen, wenn Herr Nickl ohne Absprache die Zahlung kürzt."

Einen Versuch, das Problem zu lösen, gibt es nun am Montag. Dann setzen sich beide Seiten zusammen. Neben Deuzber und Nickl wird Neustadts Bürgermeister Wolfgang Haberberger dabei sein - und diesmal noch keine Anwälte.
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