Bürgerversammlung: Stadt sagt Unterstützung für Hauseigentümer zu
Bis zu 50.000 Euro Förderung

Politik
Neustadt am Kulm
26.07.2016
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Mit dem Instrument eines kommunalen städtebaulichen Förderprogramms will die Stadt in förmlich festgelegten Gebieten die Hauseigentümer unterstützen. Bürgermeister Wolfgang Haberberger kündigte in der Bürgerversammlung entsprechende Schritte an. Doch die werden dauern. Voraussetzung ist eine Gestaltungssatzung, in der auch das Fördergebiet und die Förderkulisse festzulegen sind. In diesem Zusammenhang sind vom Stadtrat auch ein Sanierungsträger und ein Planungsbüro zu beauftragen. Ein städtebaulicher Berater soll dann die eingehenden Bau- und Förderanträge bewerten.

Ein langer Weg, der mit einem Grundsatzbeschluss des Stadtrates beginnt, bemerkte Haberberger. Der Bürgermeister hofft dennoch auf eine zügige Entwicklung der Sanierungssatzung bis spätestens Anfang des kommenden Jahres.

Dann stehen den Wohneigentümern im Sanierungsgebiet interessante Wege zum Erhalt öffentlicher Gelder zur Qualitätsverbesserung ihrer Immobilien offen. Wolfgang Haberberger unterschied zwischen einer indirekten Förderung durch Steuervergünstigungen und direkte Zuschüsse.

In seinen weiteren Ausführungen beleuchtete der Rathauschef Einzelheiten zu den Steuervorteilen und Zuschussmöglichkeiten. Für umfangreiche Sanierungen kündigte der Bürgermeister in Abhängigkeit zur Wirtschaftlichkeit denkmalgeschützter Gebäude Zuwendungsmöglichkeiten aus dem kommunalen Förderprogramm bis zu 50 000 Euro an. Das Programm wird nach seinem Inkrafttreten auch für kleinere Umbaumaßnahmen aufgelegt, versicherte der Bürgermeister. Dann seien auch Investitionen zum Beispiel für eine neue Dacheindeckung, eine Fassadenänderung, für neue Fenster und Türen oder für Treppen und eine Hofgestaltung zuschussfähig, erläuterte Haberberger einen Förderkatalog, den es allerdings formell noch gar nicht gibt. Der geplante Zuschuss der Stadt in Höhe von 30 Prozent einschließlich des staatlichen Förderanteiles bezieht sich auf Einzelmaßnahmen bis 30 000 Euro.

Noch müssen sich aber die Interessenten gedulden. Ein Antrag ist erst nach dem Inkrafttreten der Gestaltungssatzung möglich. Erst dann kann die Stadt auch einen Sanierungsträger benennen und einen städtebaulichen Berater kostenlos zur Verfügung stellen.
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