Dorfversammlung der Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung
Brücken, Bolzplatz, Böschungen

Links neben dem neuen Dorfhaus soll ein Bolzplatz entstehen. Hierzu müssen das Gelände eingeebnet, Drainagen verlegt und wasserdurchlässiges Schottermaterial eingebaut werden. Auf einer Humusschicht wird Rasen gesät. Bilder: ow (2)
Politik
Neustadt am Kulm
14.03.2016
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Das Projekt Sanierung des Weiherwehrgrabens wurde in der jüngsten Stadtratssitzung vergeben. Sobald die Witterung es erlaubt, werden die Bagger anrollen und vier Überfahrten sowie eine Stützmauer auswechseln.

Zur Dorfversammlung der Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung brachte Bürgermeister Wolfgang Haberberger eine gute Nachricht mit: Das Projekt Grabensanierung wurde in der Stadtratssitzung vergeben.

Filchendorf. Die Kosten lagen unter der Schätzung des Ingenieurbüros, somit sind noch ausreichend Mittel zum Anlegen des geplanten Bolzplatzes hinter dem Dorfgemeinschaftshaus vorhanden. Die Dorferneuerung in Filchendorf soll heuer noch abgeschlossen werden. Sie hat einen Volumen von 500 000 Euro, 50 Prozent werden aus dem bayerischen Dorferneuerungsprogramm gefördert. Um die Mittel nicht zu überschreiten, hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr die Initiativen der Arbeitsgemeinschaft für einen Weiterbau gebremst. Erst sollten genaue Kosten vorliegen, dann dürfe weitergebaut werden. Haberberger zeigte sich optimistisch, dass die zwei noch anstehenden Projekte (Sanierung des Weiherwehrgrabens und Bolzplatz) bis Mitte des Jahres fertiggestellt werden. Die Planung für den Bolzplatz liegt bereits vor, die Ausschreibung soll in den nächsten Tagen erfolgen. In der Aprilsitzung soll der Stadtrat das Projekt vergeben.

Besserer Durchfluss


Gerhard Dollhopf, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dorferneuerung, bat Wolfgang Plößner, die technischen Details der beiden Projekte vorzustellen. Beim Grabenprojekt werden vier Überfahrten durch neue Brücken mit Kastenprofil ersetzt. Dadurch ergibt sich bei Hochwasser ein besserer Durchfluss. Die Brückenelemente haben eine Breite von 4,50 Meter. Der Wasserdurchlass ist 1,90 Meter breit und einen Meter hoch. Im Bereich des freien Platzes wird die unterspülte Stützmauer durch L-Steine aus Beton ersetzt. Diese neue Mauer reicht mindestens 50 Zentimeter unter die Bachsohle, um ein Unterhöhlen bei Wartungsarbeiten, zu verhindern. Der Anlieger muss sich hier an den Kosten beteiligen.

Plößner erläuterte, dass nur eine abgespeckte Projektversion ausgeführt wird. Das Problem der wuchernden Brunnenkresse am Grabengrund und an den Böschungen kann nicht gelöst werden. Die Umweltabteilung des Landratsamtes hatte sich gegen ein ursprünglich geplantes befestigtes Gerinne an der Bachsohle ausgesprochen. Plößner war auch an der Planung des Bolzplatzes beteiligt. Anhand eines dreidimensionalen Modells zeigte er, wo beim Baugrundstück Erdmaterial abgetragen und wo wieder aufgefüllt werden muss. Der Bolzplatz ist auf der einen Längsseite 30 Meter und auf der anderen 24 Meter lang. Die Breite liegt zwischen 19 und 23 Metern. Insgesamt müssen 110 Kubikmeter Erdreich bewegt werden. Zunächst werden Drainagen verlegt und ein wasserdurchlässiger Unterbau eingebracht. Nach dem Aufbringen der Humusschicht wird das Gelände angesät.

Stadtrat Manfred Rix mahnte an, dass noch weitere wichtige Problemfälle durch die Dorferneuerung gelöst werden sollten. So wird seit längerem über eine Ausweichstelle am Unterbrucker Weg diskutiert. Den Grund dafür hat die Gemeinde bereits gekauft. Die Engstelle kann auf 50 Meter jeweils nur von einem Fahrzeug befahren werden. Um ein gefährliches Zurückstoßen zu verhindern, soll eine Ausweichstelle geschaffen werden. Dazu müssen ein Stromverteilerkasten und eine Straßenlaterne umgesetzt werden.

Neue Mittel


Die mit der Dorferneuerung gebaute Brücke entspricht nicht den Vorstellungen der Filchendorfer. Rix forderte eine Nachbesserung. Fußgänger sollten hier die Möglichkeit bekommen, von der Fahrbahn zu treten, wenn Gefahr durch ein entgegenkommendes Fahrzeug droht. Außerdem müsste das provisorische Holzgeländer vor der Brücke schnellstens ersetzt werden.

Baudirektor Willibald Perzl vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz erklärte, dass keine weiteren Maßnahmen mit der zu Ende laufenden Dorferneuerung realisiert werden können. Er riet für weitere Projekte, sich um Mittel bei dem neu aufgelegten Förderprogramm für die Entwicklung des ländlichen Raums zu bewerben.
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