Neuer Bau im Stadtzentrum
Stadtratssitzung in Neustadt am Kulm

Der ehemalige Gasthof Wagner (grünes Haus) an der Vorstadtkreuzung wird abgebrochen. Hier soll ein neues zweistöckiges Gebäude entstehen, das sich harmonisch in die Baulücke einfügt. Bilder: ow (2)
Politik
Neustadt am Kulm
18.02.2016
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Am Bahnhof Kemnath/Neustadt treffen sich Radfahrer aus den drei Landkreisen Neustadt/Waldnaab, Bayreuth und Tirschenreuth. Die Verbindung in Richtung Bayreuth entlang der Bahntrasse ist in einem sehr schlechten Zustand und kann deswegen mit dem Fahrrad kaum befahren werden. Der Stadtrat beschloss für die Sanierung Fördermittel beim Programm ELER 2014-2020 zu beantragen.

Bei der Einfahrt zum Marktplatz soll die Kubatur der Gebäude erhalten bleiben, war der Rat der Unteren Denkmalschutzbehörde vom Landratsamt. In der jüngsten Stadtratssitzung behandelte das Gremium eine Bauvoranfrage für einen Neubau auf dem Eckgrundstück Vorstadt/Unteres Tor.

Mehrere Jahre hatte die Eigentümerin vergeblich versucht, das leerstehende ehemalige Wirtshaus "Wagner" zu verkaufen. Nachdem sich immer mehr bauliche Schäden häuften, beschloss die Besitzerin, das markante Gebäude abzubrechen. Davon waren die Verantwortlichen der Stadt keineswegs begeistert, denn das Stadtzentrum sollte nicht durch eine Baulücke verschandelt werden. Positiv bewertete das Gremium deshalb die Bauvoranfrage für einen Neubau. Die Aufsichtsbehörde vom Landratsamt hatte gefordert, dass die Kubatur der Gebäudeflucht an der Straßenseite erhalten bleiben soll.

Deshalb sieht der Entwurf ein zweigeschossiges Gebäude vor. Am Grundriss wird sich im Bereich der Straßen nichts ändern. Untergebracht werden eine Doppelgarage, ein Geräteraum und eine Holzlege. Die Zufahrt erfolgt - von außen nicht sichtbar - über den Innenhof. Das geplante Gebäude ist zwar 2,80 Meter niedriger als das bestehende, aber es vermittelt noch eine Torwirkung bei der Zufahrt zum Marktplatz.

Weniger begeistert waren die Räte von einem Bauantrag für eine bereits errichtete Holzlege auf dem Grundstück Flurnummer 335. Das Bauvorhaben liegt im Außenbereich unterhalb der Allee neben der Staatsstraße 2168 in Richtung Kemnath. Bürgermeister Wolfgang Haberberger berichtete, dass laut Auskunft vom Landratsamt keine landwirtschaftliche Privilegierung für den Antragssteller besteht. Einig war sich das Gremium darüber, dass keine Präzedenzfälle für spätere Bauanträge im Außenbereich geschaffen werden sollten. Bezweifelt wurde auch, ob für die vom Antragsteller bereits früher errichteten Bauten in diesem Bereich überhaupt eine gültige Genehmigung vorliegt. Der einstimmige Beschluss lautete dann auch, dass dem Bauantrag nur zugestimmt werden kann, wenn die frühere Bautätigkeit legal war.

Seit drei Jahren will die Kulmstadt ein Teilstück des 3-Landkreisradwegs in der Nähe des Bahnhofs Kemnath-Neustadt sanieren. 80 000 Euro soll diese Maßnahme kosten. Dafür wurden vor drei Jahren schon Mittel von der Europäischen Union durch das Förderprogramm Leader beantragt. Haberberger erklärte, dass Radwege wahrscheinlich in Zukunft nicht mehr mit diesem Programm gefördert werden. Der Verantwortliche vom Amt für Ländliche Entwicklung hatte ihm geraten, einen Antrag beim Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums ELER 2014-2020 zu stellen. Da durch den Lückenschluss des Radwegs gleich drei Landkreise davon profitieren, stehen die Chancen für einen positiven Bescheid sehr hoch. Nach kurzer Diskussion genehmigten die Räte ohne Gegenstimme diesen Antrag.

Der Stadtrat bestellte Matthias Rupp aus Scheckenhof einstimmig zum stellvertretenden Zweckverbandsrat beim Wasserzweckverband der Seitenthaler Gruppe. Diese Bestellung war wegen des Todes des früheren Vertreters notwendig.
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