Nur ein Anbieter: zu teuer
Breitbanderschließung dauert noch

Politik
Neustadt am Kulm
12.06.2016
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Die Breitbanderschließung der Stadt zieht sich in die Länge. In der Stadtratssitzung musste das Gremium eine Ausschreibung zum Breitbandförderverfahren aufheben. Der Grund: Es gab mit der Firma Amplus nur einen Anbieter. Auch der Angebotspreis über dem von den staatlichen Förderstellen vorgegebenen Höchstbetrag von 940 000 Euro sei indiskutabel, erklärte Bürgermeister Wolfgang Haberberger.

Diese Summe sei in der Bekanntmachung zum Auswahlverfahren veröffentlicht worden. Ein zu erwartendes Angebot des Kommunikationsriesen Telekom sei ausgeblieben, bedauerte der Bürgermeister. Auf Empfehlung des am Verfahren beteiligten Fach-Büros "Innovative Kommunikationstechnologien" (IK-T) hob der Stadtrat das Auswahlverfahren auf, und fasste einen neuen Beschluss zum Neustart der Ausschreibung.

Hoffnungen setzen Haberberger und Gremium nun ins Bayernwerk. Das Unternehmen plant in nächster Zeit in den Ortsteilen Lämmershof und Firkenhof eine unterirdische Verkabelung der Stromleitungen. Auch im Siedlungsgebiet am Sporrer sind Erd-Verkabelungen vorgesehen. Manfred Gebhardt, Vertreter des IK-T-Büros Regensburg, rechnet bei einem gemeinsamen Kabelgraben mit erheblichen Synergieeffekten. Optimistisch äußerte sich der Bürgermeister zur Förderung. "Mittlerweile betragen die Fördersätze 80 Prozent."

Hoffnungsfroh sehen die Verantwortlichen deshalb dem zweiten Auswahlverfahren einschließlich der Breitbandversorgung des Gebietes am Sporrer entgegen. Die Obergrenze der Wirtschaftlichkeitslücke beträgt wie bisher 940 000 Euro. Im Siedlungsgebiet Am Sporrer rechnet der Stadtrat mit einem Ausführungszeitraum von 24 Monaten, für die übrigen Bereiche mit 12 Monaten.
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