Stadtrat Neustadt am Kulm
Klage über „Knüppel zwischen Beinen“

In der Siedlungsstraße Am Sporrer fordern Stadträte wegen regelmäßiger Verkehrsbehinderungen insbesondere im Kreuzungsbereich und in Höhe des alten Bauhofes ein einseitiges Parkverbot. "Gegenüber am alten Feuerwehrhaus gibt es Parkfläche genug", argumentierte Hermann Preißinger. Bild: do
Politik
Neustadt am Kulm
06.07.2016
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Als wenig informativ erwies sich am Dienstagabend der öffentliche Teil der Stadtratssitzung. Nur die Genehmigung von Protokollen und "Verschiedenes" standen auf der Tagesordnung. Darunter verstand Bürgermeister Wolfgang Haberberger die Ankündigung einer Bürgerversammlung für den 21. Juli im Sportheim. Wäre da nicht die Kritik von Hermann Preißinger zu Überregulierungen des Staates bei den Baulandausweisungen der Kommunen gewesen: "Es ist makaber, was die Behörden den Gemeinden für Knüppel zwischen die Beine werfen", schimpfte Preißinger.

Daraufhin hakte Manfred Rix nach. "Das geplante Baugebiet in der Flur Bohbühl ist dafür ein typisches Beispiel." Allerdings nicht für den Bürgermeister. Der erinnerte daran, dass der Erwerb von Grundstücken im Bohbühl nicht nur am Widerstand von Behörden, sondern auch an den astronomischen Preisvorstellungen des Grundstückseigentümers gescheitert sei.

Hermann Preißinger verwies ferner auf das Parkverhalten in der Siedlungsstraße Am Sporrer und beantragte wegen der Verkehrsbehinderungen in Höhe des alten Bauhofes die Anordnung eines einseitigen Parkverbotes. Direkt gegenüber sei vor dem alten Feuerwehrhaus Parkfläche genug vorhanden, argumentierte der CSU-Sprecher. Diese Einschätzung teilte auch Käthe Pühl.

Walter Schindler und Helmut Schäffler empfahlen, ein Auge auf die ramponierten Kulmwege zu werfen. "Die brauchen längst eine Sanierung". Der Bürgermeister sah Wegebaumaßnahmen rund um den Vulkankegel allerdings im Zuständigkeitsbereich des Staatsforstes. "Dem gehört das Gebiet." Wolfgang Haberberger nannte es ein schwieriges Unterfangen, den zuständigen staatlichen Revierförster von der Notwendigkeit der Wegesanierungen zu überzeugen. Deshalb bemühe sich der städtische Bauhof laufend, ohne Verpflichtung auf Wegen des Staates "hinterher zu arbeiten". Käthe Pühl empfahl deshalb, den Staatsforst nachdrücklich auf seine Aufgaben hinzuweisen.
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