Stadtratssitzung Neustadt am Kulm
2017 kann's losgehen

Das neue Baugebiet liegt östlich von Mockersdorf (linkes Bild). Es wird durch eine ringförmige Straße mit einer asphaltierten Breite von 4,75 Metern und zwei Meter breiten Fußwegen erschlossen. Rechts neben dem Verbindungsweg Mockersdorf-Neustadt soll das neue Baugebiet "Kulmblick" entstehen. Es ist 3,16 Hektar groß und umfasst 27 Parzellen (rechtes Bild). Bild: ow
Politik
Neustadt am Kulm
21.10.2016
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Das neue Baugebiet liegt östlich von Mockersdorf (linkes Bild). Es wird durch eine ringförmige Straße mit einer asphaltierten Breite von 4,75 Metern und zwei Meter breiten Fußwegen erschlossen. Rechts neben dem Verbindungsweg Mockersdorf-Neustadt soll das neue Baugebiet "Kulmblick" entstehen. Es ist 3,16 Hektar groß und umfasst 27 Parzellen (rechtes Bild). Bild: ow

Alle Hindernisse sind aus dem Weg geräumt. Das neue Baugebiet "Kulmblick" am Ortsrand von Mockersdorf wird nächstes Jahr erschlossen.

(ow) In der jüngsten Stadtratssitzung befasste sich das Gremium mit Stellungnahmen von Behörden, Institutionen und Fachstellen zum Entwurf des Bebauungsplans und zur damit verbundenen Änderung des Flächennutzungsplans für das Baugebiet "Kulmblick".

Dazu hatte Bürgermeister Wolfgang Haberberger den Planer Michael Wagner vom Ingenieurbüro Schultes aus Grafenwöhr eingeladen. Er erläuterte, dass die Mehrzahl der Fachstellen keine Einwände gegen die Planung hatten. Kritik übte der Bund Naturschutz Weiden, der den Bau von isolierten Einfamilienhäusern grundsätzlich kritisierte und mehr für ein Wohnen für mehrere Generationen plädierte. Wagner empfahl den Hinweis zur Kenntnis zu nehmen, aber an der bisherigen Planung festzuhalten.

Erlaubnis da


Das bayerische Amt für Denkmalpflege wies auf das bestehende slawische Gräberfeld hin: Im Baugebiet befinde sich möglicherweise auch die zugehörige Siedlung. Haberberger entgegnete, dass der damalige Grabungsleiter Dr. Hans Losert auch den Umkreis stichprobenartig untersucht hatte und nicht fündig geworden war. Eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis sei beantragt worden und liege inzwischen vor.

Demnach ist vor Beginn der Erdarbeiten zu prüfen, inwieweit Baudenkmäler im Boden vorhanden sind. Die Bedenken einiger Stadträte bezüglich eines längeren Baustopps zerstreute Wagner und sprach von vier bis sechs Wochen, in denen die Archäologen Zeit hätten, die Funde zu bergen.

Der Schallschutz für einige der neuen Bewohner war ein Einwand des Technischen Umweltschutzes vom Landratsamt. Schallemissionen von einer angrenzenden Schreinerei dürften die Lebensqualität der Bewohner nicht mindern. Eine bereits erfolgte schalltechnische Untersuchung hat zur Folge, dass in zwei Parzellen der Schreinerei zugewandten Seite die Fenster nur zu Reinigungszwecken geöffnet werden dürfen.

Die Untere Naturschutzbehörde vom Landratsamt hat gegen das Vorhaben grundsätzlich Bedenken und kann dem Projekt in Form und Größe nicht zustimmen. Falls das Vorhaben dennoch weiter verfolgt werde, müssten Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen werden. Laut Wagner seien die bereits mit der Behörde abgestimmt worden.

Öffentliche Auslage


Einstimmig beschloss danach der Stadtrat, den vom Ingenieurbüro Schultes ausgearbeiteten Entwurf der 3. Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans sowie des Bebauungsplans "Kulmblick" weiter zu verfolgen. Die Verwaltung wurde beauftragt, sie für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen. Gleichzeitig werden dabei die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beteiligt. Parallel dazu wird das Planungsbüro an der weitern Ausführung arbeiten. Als Baubeginn sah Wagner April 2017 als realistischen Zeitpunkt an.

Details zum BebauungsplanDer Planer erläuterte Details des Bebauungsplans: Insgesamt werden 27 Parzellen mit einer Durchschnittsgröße von 926 Quadratmeter erschlossen.

Die Verkehrswege sollen von ursprünglich 5,50 Meter Breite auf 6 Meter ausgedehnt werden. 4,75 Meter davon werden asphaltiert, ein seitlicher Streifen wird geschottert. Im nördlichen Bereich wird zwischen den beiden obersten Grundstücken ein Fußweg zum bestehenden landwirtschaftlichen Weg in Richtung Neustadt gebaut.

In dieser Trasse wird eine Verbindung zur Wasserleitung "Hochbehälter Kleiner Kulm-Mockersdorf" gebaut. Diese zusätzliche Spange ist notwendig, um ausreichend Löschwasser für das neue Baugebiet bereitzustellen.

Außerdem entsteht dann ein Ring, wodurch die Versorgungssicherheit für das Dorf Mockersdorf verbessert wird. (ow)


BauantragDem Bauantrag der Eheleute Albert und Karin Mayer aus Filchendorf zum Umbau eines ehemaligen Rinderstalls in Garagen und einen Teilausbau des Bergeraumes für Abstellräume befürwortete der Stadtrat einstimmig. (ow)
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