120 Jahre Feuerwehr Mockersdorf
Feier-Wehr

In einem farbenprächtigen Kirchenzug zogen die Feuerwehrvereine der Umgebung mit musikalischer Begleitung der Speichersdorfer Musikanten vom Feuerwehrhaus zum Kirchplatz. Am Kriegerdenkmal legte Festausschussvorsitzender Josef Gmelch einen Kranz zu Ehren der verstorbenen Feuerwehrkameraden nieder. Bilder: ow (2)
Vermischtes
Neustadt am Kulm
07.06.2016
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Nach den Festansprachen tauschten die Partnerwehren Mockersdorf und Mogersdorf Geschenke aus. Während die Burgenländer (linke Seite) ihre heimischen Produkte und ein Bild ihrer Mannschaft mitgebracht hatten, überraschte Bürgermeister Wolfgang Haberberger (Zweiter von rechts) die Österreicher mit einem Buch über die Ausgrabungen am Rauhen Kulm.

120 Jahre gibt es die Mockersdorfer Feuerwehr schon. Ein Grund zum Feiern, dachten sich die Verantwortlichen. Und sie hatten Recht.

Mockersdorf. Bei angenehmem Sommerwetter feierten die Mockersdorfer ein großartiges Feuerwehrjubiläum. Zum 120-Jährigen sorgten 20 Feuerwehrvereine aus der Region und Freunde von der Partnerwehr aus Mogersdorf in Österreich am Sonntag mit ihren Abordnungen dafür, dass das Festzelt nach dem Gottesdienst nahezu aus allen Nähten platzte. Aber auch viele andere Besucher trugen zum Gelingen des Festes bei.

Am Freitag begrüßte der frühere Feuerwehrvorsitzende und zugleich Österreichbeauftragte Hermann Gmelch mit dem amtierenden Vorstand Gerhard Müller (33) und dem Kommandanten Gerhard Müller (30) ihre aus dem Burgenland angereisten Kameraden. Bei einem geselligen Abend wurde mit süffigem Wein aus dem Burgenland die inzwischen 20 Jahre andauernde Freundschaft erneuert. Am Samstag sorgte Alleinunterhalter Walter Kobel für zünftige Stimmung im Festzelt.

Weitere 120 Jahre


Am Sonntag trafen sich die Feuerwehrvereine der Region zum gemeinsamen Kirchenzug und marschierten mit ihren Fahnenabordnungen unter musikalischer Begleitung der Speichersdorfer Musikanten vom Feuerwehrhaus zum Kirchplatz. Am Kriegerdenkmal legte Festausschussvorsitzender Josef Gmelch zu "Alte Kameraden" zu Ehren der in den vergangenen 120 Jahren verstorbenen Feuerwehrkameraden einen Kranz nieder. Akustisch untermalt wurde die Zeremonie durch eine Ehrensalve aus der vereinseigenen Kanone des Kriegervereins.

Auf dem Kirchplatz empfing Pfarrer Sven Grillmeier in seiner "Freilichtkathedrale" den Zug zum Festgottesdienst. In seiner Predigt würdigte er den Dienst der Feuerwehr zum Wohle der Allgemeinheit. Diese Arbeit werde zwar von einigen Mitbürgern verkannt, aber ohne Feuerwehr wäre ein aktives Leben einer Dorfgemeinschaft nicht möglich. Neben den richtig großen Katastropheneinsätzen sind die Rothelme fast bei allen Dorfaktivitäten dabei. "Unsere Feuerwehren leisten großartige und hervorragende Arbeit. Sie sind da, wenn Not am Mann und wenn Hab und Gut in Gefahr ist oder wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen", erklärte der Seelsorger. Der Jubelwehr wünschte er noch weitere 120 Jahre, um Gott die Ehre zu geben und dem Nächsten zur Wehr beistehen zu können.

Im Festzelt begrüßte Josef Gmelch die Ehrengäste und die zahlreichen Feuerwehrkameraden aus den umliegenden Gemeinden. Stellvertretender Landrat Albert Nickl überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und überreichte der Jubelwehr ein Geschenk.

Bürgermeister Wolfgang Haberberger hatte Worte des Lobes für seine Feuerwehren übrig. Die verheerenden Unwetter der letzten Tage hätten wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, dass die Feuerwehr die Adresse für eine schnelle und kompetente Hilfe ist. Der Feuerwehrverein ist aber auch ein kulturelles und zwischenmenschliches Bindeglied, das Gemeinsamkeiten und Erfahrungen entwickelt und dadurch zum Erhalt des ländlichen Raumes beiträgt. Die Kameradinnen und Kameraden der Mockersdorfer Feuerwehr haben in den vergangenen 120 Jahren beispielhaft und vorbildlich gezeigt, wie Allgemeinwohl vor Eigennutz steht. Das Stadtoberhaupt dankte allen für ihren freiwilligen ehrenamtlichen Dienst. Sein besonderer Dank galt dem Festausschuss mit seiner Helferschar, der die Jubelfeier in hervorragender Weise organisiert und gestaltet hatte.

Im Anschluss überreichte Haberberger dem Patenverein aus Neustadt am Kulm und der Partnerwehr aus Mogersdorf ein Geschenk. Die Burgenländer revanchierten sich mit einem Korb burgenländischer Wein- und Spirituosenspezialitäten.

Mittelalter und Samba


Im Außenbereich konnten die Besucher bei einem Handwerkermarkt diverse Kostbarkeiten erstehen. "Schlossgeist" Roland aus Guttenthau bot im Mittelalterzelt kostenlose Bücher an. Ab und zu zeigte er sich in seinem Perschenkostüm oder begeisterte vor allem die Kinder als "Lebendes Denkmal". Der Höhepunkt des Nachmittags war neben Kaffee und Kuchen ein Auftritt der Gruppe "Samba One" aus Nürnberg.
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