Aktionstag
Im Zeichen der Kreuze

Der Posaunenchor Neustadt am Kulm gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Bilder: rpp (2)
Vermischtes
Neustadt am Kulm
28.05.2016
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Pfarrer Hartmut Klausfelder stellte die Gemeinsamkeiten der Institutionen Kirche und Rotes Kreuz vor.

In Neustadt am Kulm erlebten Interessierte Helfer im Zeichen des Kreuzes hautnah. Kirche und BRK klärten über ihre Gemeinsamkeiten auf.

Am vergangenen Sonntag konnte man in Neustadt am Kulm einen besonderen Tag erleben. Er begann mit einem Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche, die mit deren Banner und dem des Roten Kreuzes geschmückt war. Pfarrer Hartmut Klausfelder begrüßte insbesondere die Bewohner aus dem Seniorenheim, die mit Hilfe des Fahrdienstes vom Roten Kreuz an der Veranstaltung teilnehmen konnten.

Klausfelder stellte die Gemeinsamkeit der beteiligten Institutionen heraus: Es ist das Zeichen des Kreuzes, ein Zeichen für Hilfe, Nächstenliebe und Gemeinschaft. In der Christlichen Kirche erinnert das Kreuz auch an Jesus. Der Geistliche betonte, dass Jesus immer für die Kranken und Schwachen dagewesen ist. Diese Menschen haben ihn gebraucht.

Auch Paulus, der die Christen erst bekämpfte und dann zu einem Anhänger Jesu wurde, war nicht von Krankheit verschont geblieben. Paulus war der einzige Apostel, der nach Europa kam und den christlichen Glauben brachte. "Wer weiß, wie wir uns sonst entwickelt hätten und an was wir glauben würden, wenn er nicht zu uns gekommen wäre", überlegte Klausfelder. Viele Bürger der Gemeinde trügen ein Kreuz mit sich: Krankheit, Kummer, Streit, zu viel Arbeit ... Doch mit Gottes Hilfe könnten wir Menschen Vieles aushalten, er ist für seine Gemeinde da, er stärkt uns, lässt uns nicht alleine.

Den Gottesdienst gestaltete der Posaunenchor Neustadt am Kulm musikalisch. Die Musikgruppe lockte am Nachmittag immer wieder Passanten in die Kirche und erfreute die Zuhörer mit spontanen kleinen Konzerten. Für Kinder und Erwachsene hatten die Bläser Instrumente zum Ausprobieren bereitgelegt.

Anke Priebe vom Roten Kreuz lud anschließend zum Vortrag "Ersthelfer am Defibrillator" ein. Sie hatte dazu einen Film mitgebracht. Nicht vergessen sollte man, Hilfe bei der Rettungsleitstelle anzufordern. Wichtig sei in jedem Fall die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dabei massiert der Ersthelfer das Herz des Patienten durch Druck auf das Brustbein, so dass der Blutkreislauf erhalten bleibt. Immer wieder gebe es Unsicherheiten, wie oft und wie schnell man drücken muss. Eine Hilfe bietet dabei der Radetzkymarsch, dessen Rhythmus eine gute Orientierung bietet.

Die dritte Anlaufstelle im Zeichen des Kreuzes stellte an diesem Nachmittag die Notfallseelsorge dar. Pfarrer Peter Peischl aus Vohenstrauß ist der Ansprechpartner für das evangelische Dekanat Weiden. Peischl erklärte, dass es meist eher die persönlichen Notlagen sind, zu denen er und seine Kollegen gerufen werden. Dabei gehe es oft einfach darum, dass ein Ansprechpartner da sei, um die Gedanken sortieren zu können. In diesen Situationen wird auch häufig der Pfarrer der Gemeinde oder der Krankenhausseelsorger gerufen. Diese Krisenintervention setzt sich bei und nach Unfällen fort und wird auch Schulen angeboten.

Traumatisierte Angehörige und auch die Helfer vor Ort benötigen nach dem Einsatz oft zur Stressbewältigung die Hilfe eines Seelsorgers. Bei Gewaltopfern kann ebenfalls der Notfallseelsorger helfen. Die Notfallseelsorge wird von den Rettungsleitstellen mit aktiviert.
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