Einweihung des BRK-Heims in Neustadt am Kulm
Langer Weg bis zum neuen Heim

Was lange währt, wird endlich gut: Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Sporthalle nahmen der evangelische Pfarrer Hartmut Klausfelder (Bildmitte rechts) und sein katholischer Kollege Sven Grillmeier (Bildmitte links) die Einweihung des neuen Rotkreuzhauses vor. Der evangelische Posaunenchor (links) sorgte dabei für einen musikalischen Rahmen. Bild: ow
Vermischtes
Neustadt am Kulm
12.05.2016
41
0

Bereitschaftsleiter Gerhard Müller war die treibende Kraft beim Neubau des Rotkreuzhauses. Als Bauleiter motivierte er seine Truppe und kümmerte sich um die Organisation. Schon im Vorfeld hatte er Material für den späteren Neubau organisiert.

So wurden beim Abriss des Wohn- und Pflegeheims in Eschenbach gut erhaltene Fenster und Türen ausgebaut und das gesamte Pflaster für die Außenanlagen nach Neustadt transportiert.

1988 gab es bei den Rotkreuzlern bereits Bestrebungen, ein kleines Gebäude zu bauen. Aber wegen der fehlenden Finanzierung verfolgten die Verantwortlichen damals dieses Projekt nicht weiter. 2007 wurde das Thema wieder aufgegriffen. Die Rotkreuzler mussten damals ihre Aktivitäten aus drei verschiedenen Provisorien organisieren. Dies schmälerte die Einsatzfähigkeit der Gruppe erheblich. 2008 entstanden die ersten Skizzen, mit einer Kostenschätzung stellten sie beim Kreisverband in Weiden den Antrag für den Neubau.

Im Frühjahr 2009 gab es erste Gespräche mit der Stadt Neustadt am Kulm. Nachdem angebotene Alternativen, wie ein Umbau des alten Feuerwehrhauses oder der Schule unwirtschaftlich waren, wurde ein Neubau beim Sportgelände weiter verfolgt. Im September erfolgte der erste Spatenstich und in Eigenleistung begannen die BRK-Mitglieder, Fundamente zu betonieren. Wegen der schlechten Witterung gab es hier die ersten Schwierigkeiten.

Die Gräben liefen voll Wasser, die Wände brachen ein und das eingeschwemmte Erdreich musste per Hand wieder ausgeschaufelt werden. Nachdem im Sommer 2011 dann endlich die Bodenplatte betoniert war, begann das Mauern der Wände. Schon im Oktober konnte der Dachstuhl errichtet werden. Als das Dach dicht war, sorgte der Einbau der Fenster dafür, dass das Gebäude winterfest war.

2012 begann der Innenausbau. Parallel goss eine andere Gruppe die Fundamente und die Bodenplatte für die Garage. 2013 erstellten Firmen die Anschlüsse für Strom, Wasser, Gas und Abwasser. Fachfirmen installierten auch den Estrich und später im Jahre 2014 den Linoleumbelag. Gleichzeitig verlegten die ehrenamtlichen Helfer die Wand- und Bodenfliesen, setzten die Türen und versahen die Wände mit einem Anstrich. Zu Weihnachten beschenkten sich die Rotkreuzler mit einer neuen Küche und das Haus konnte benutzt werden.

Im Januar 2015 zog die Sozialstation vom Rathaus ins neue Heim. Nach der Winterpause legten die Helfer die Außenanlagen an und verkleideten die Wände mit Blechprofilen. In den kommenden Wochen werden noch kleinere Restarbeiten erledigt. Es soll noch ein Garten mit einer Terrasse angelegt werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.