Feuerwehr ist Mittelpunkt des Dorfes

Ein farbenprächtiger Kirchenzug führte die Abordnungen der Feuerwehren, der Krieger- und der Schützenvereine vor dem Gottesdienst durch das Dorf.
Vermischtes
Neustadt am Kulm
13.09.2016
56
0

Seit 130 Jahren hat Filchendorf eine Feuerwehr. Bei echtem Jubiläumswetter feierte das Dorf am Wochenende seine Wehr und das Geburtstagskind verteilte Geschenke.

Filchendorf. (ow) Zum 130-Jährigen sorgten viele Feuerwehrvereine aus der Region und Freunde von der Partnerwehr aus Bochow in Brandenburg dafür, dass die Adam-Porsch-Halle beim Gottesdienst an ihre Grenzen stieß. Aber auch viele andere Besucher erwiesen der Wehr die Ehre, dazu trugt wohl auch das "Bulldog-Oldtimertreffen" bei.

Ein Kirchenzug führte die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen vom Feuerwehrhaus zum Festplatz. Am Kriegerdenkmal hielt der Zug und Kommandant Ulli Preißinger und Bürgermeister Wolfgang Haberberger legten zu Ehren verstorbener Feuerwehrkameraden einen Kranz nieder.

Die Pflege der Tradition stand im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Hartmut Klausfelder. In Filchendorf werde dies dank der Feuerwehr gelebt. Das Feuerwehrhaus sei der Mittelpunkt des Dorfs, nicht nur optisch, sondern auch akustisch. "Hier läutet jeden Abend eine Glocke und dann halten viele Filchendorfer inne und gedenken ihrer Verstorbenen oder sprechen ein Gebet." Für das Evangelium hatte er ein Gleichnis gewählt, bei dem Jesus riet, neuen Wein nicht in alte Schläuche zu füllen. Die alten Schläuche sollen aber nicht weggeworfen werden. In ihnen wurde ein schon etwas älterer Wein gelagert. Alt und neu haben ihre Berechtigung. Dieses Symbol "Schläuche" gilt auch für die Filchendorfer Feuerwehr. Hier wird Altes bewahrt und Neues zum Wohle der Menschen und zum Schutz des Lebens eingesetzt.

Im Anschluss spielten die Weinwallfahrer zum Frühschoppen auf, während vom Festgelände die ersten Oldtimertraktoren zu hören waren. In einer Pause überreichte Feuerwehrvorsitzender Wolfgang Ciesielski dem Patenverein aus Bochow ein Gastgeschenk und Pfarrer Hartmut Klausfelder einen Scheck über 500 Euro für eine Lautsprecheranlage für die Stadtkirche in Neustadt am Kulm.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.