Fonleichnamsprozession in Mockersdorf
Festzelt statt Kirchenpforte

Weil das Wetter immer schlechter wurde, verlegten die Mockersdorfer die vierte Station ihrer Fronleichnamsprozession kurzerhand ins Festzelt. Bild: hia
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Neustadt am Kulm
31.05.2016
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Mockersdorf. Familie Ziegler hatte sich seit den frühen Morgenstunden mit dem dritten Fronleichnamsaltar am Kreuz vom Baumgartenhof an ihrer Grundstücksgrenze viel Mühe gegeben. Pfarrer Sven Grillmeier hatte am Altar auf der Anfahrt von Kirchenlaibach zur Sankt Michaelskirche eigens noch einen Gebetsschemel mit Kniebank bereitgestellt. Doch einsetzender und immer stärker werdender Nieselregen machte am Sonntag der Fronleichnamsprozession nach Baumgartenhof und der Feier an der dritten Station einen Strich durch die Rechnung.

Nach der zweiten Station im Ortskern beim Altar am Hackerkreuz bei Familie Haberberger wurde die Prozession abgekürzt und die vierte Station an der Kirchenpforte kurzerhand ins Festzelt verlegt. Im Blick auf ihr 125-jähriges Jubiläum am kommenden Wochenende hatte die Feuerwehr das Festzelt bereits am Wochenende im Pfarrhof aufgebaut. Die widrigen Witterungsumstände taten den Fronleichnamsfeierlichkeiten aber keinen Abbruch. Unter den Klängen des "Lobet den Herren" nahm eine große Schar von Gläubigen am Festgottesdienst vor dem Kirchenportal (die Sankt Michaelskirche ist wegen Sanierungsarbeiten gesperrt) und an der Prozession teil. Die Speichersdorfer Musikanten unter Leitung von Jürgen Küffner umrahmten die Feier mit der Schubertmesse und Altarsakramentsliedern. Gerhard Müller und Marion Krapf feuerten Böllerschüsse ab.

Pfarrer Sven Grillmeier trug begleitet von sieben Ministranten und sieben Kommunionkindern das Allerheiligste durch die geschmückten Straßen. Die Feuerwehren Plössen, Ramlesreuth und Mockersdorf, die Kriegerkameradschaft Mockersdorf und die Marianische Männerkongregation hatten sich mit Fahnenabordnungen eingereiht. Mit dabei war auch Bürgermeister Wolfgang Haberberger mit amtierenden und ehemaligen Stadträten sowie der Pfarrgemeinderat, Frauenbund und die Kirchenverwaltung. Mit den Gläubigen und dem Allerheiligsten zogen sie zu den (Blumen-)Altären.

Familie Kausler hatte am Ortsausgang Richtung Tremau auf dem Schönfelder/Fraunholzgrundstück, Familie Haberberger im Ortskern, Familie Ziegler am Ortsausgang Richtung Plössen und der Katholische Frauenbund und das Mesnerehepaar den Altar vor dem Kirchenportal mit viel Liebe gestaltet. Mit einem Weißwurstfrühschoppen klang das Fronleichnamsfest aus.
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