Gottesdienst mit Extras
Lemberg-Quartett begeistert Neustadt am Kulm mit ukrainischen Klängen

Auf ukrainischen Banduras und an der Geige bot das Quartett aus Lemberg seine Musik dar. Bild: rpp
Vermischtes
Neustadt am Kulm
02.08.2016
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In ukrainischer Nationaltracht mit bestickten Blusen und Schürzenbändern traten die Künstlerinnen des Lemberg-Quartetts in der evangelischen Stadtkirche auf. Dort eröffneten sie den Gottesdienst mit der Sonate in C-Dur von Maxym Beresowskyj.

Das "Bandura-Goldkehlchen-Quartett" wurde 2000 in Lwiw (Lemberg) in der Ukraine von vier hochbegabten Absolventinnen der berühmten Lyssenko-Musikakademie gegründet. Schon mehrmals waren die Musiker in Deutschland zu Gast und begeisterten die Zuhörer mit Klängen, die sie auf dem Ukrainischen Nationalinstrument, der Bandura, ertönen ließen. In diesem Jahr begleitete sie erstmals Andrij Kuschnir auf der Geige. Die etwas wuchtig wirkenden Banduras überraschten mit einem zarten, hellen Klang, ähnlich wie dem eines Cembalos. Die Instrumente wurden gezupft wie eine Harfe. Besonders eindrucksvoll boten die Musiker das seit der Kemnather Passion auch hier bekannte "Pie Jesu" von Komponist Andrew Lloyd Webber gesanglich dar. Pfarrer Hartmut Klausfelder predigte im Gottesdienst über Hüte. Auslöser für das Thema "Bei Gott bist du behütet" war die Frage einer Gläubigen, warum Pfarrer heutzutage nicht mehr ihre typische Kopfbedeckung, Barett genannt, tragen. Klausfelder hatte seinen Hut dafür extra mitgebracht. Er betonte, ein Hut sei immer ein Schutz vor Witterungseinflüssen und ein Erkennungszeichen. Er drücke Identität aus.

Es gebe auch einige Redewendungen wie "Das ist doch ein alter Hut", "Etwas aus dem Hut zaubern", "Alles unter einen Hut bringen". Liebevoll gemeint sei in Bayern das "Pfiati", was "behüte dich Gott" heiße. Einen Hut aufhaben bedeute also Gottes Schutz.
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