Krippenspiel in Neustadt am Kulm

Das Krippenspielteam erzählte die Geschichte aus dem Bilderbuch "Babuschka findet das Christkind". Bild: rpp
Vermischtes
Neustadt am Kulm
30.12.2015
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Das Fest der Liebe sorgte auch in Neustadt am Kulm für ein voll besetztes Gotteshaus. Der neu formierte Kirchenchor unter der Leitung von Manuela Brand begrüßte die Gläubigen mit einem fröhlichen und strahlendem "Freue Dich Welt, der Herr ist da".

Diese Aussage griff auch Pfarrer Hartmut Klausfelder in seiner Ansprache auf und führte die Gottesdienstbesucher den ganzen Abend lang immer wieder geschickt auf diese Worte zurück. Er betonte, dass die Menschwerdung Gottes für uns Menschen alles verändert habe. Jesu Geburt brachte Licht in die Dunkelheit, Licht in unser aller Leben und Hoffnung für die Welt. Käthe Pühl las das Weihnachtsevangelium nach Lukas, das bei keinem Weihnachtsgottesdienst fehlen darf, berührt es doch die Gläubigen sehr und "schließt die Herzen auf".

Mit "Herbei, oh ihr Gläubigen" lud der Kirchenchor, der nun ein Projektchor ist, alle Gäste ein, mit an die Krippe zu kommen. Es stellte sich die Frage: "Sind wir denn wirklich bereit an die Krippe zu gehen? Liegt es nur an den warmen Temperaturen dieses Winters oder an der Hektik des Alltags, dass das Weihnachtsfest 'zu plötzlich' da ist?"

Auch das Krippenspielteam von Elke Köstler-Wolf, Jana Dollhopf und Cheryl Frank hatte sich darüber Gedanken gemacht. Mit Hilfe des Bilderbuches "Babuschka findet das Christkind" erzählten sie aus dem Leben einer älteren Frau, die einen leeren Platz in ihrem Herzen hat. Diesen füllt sie ständig mit Arbeit, sie kommt gar nicht zur Ruhe. Sie will auch nicht zur Ruhe kommen und schickt alle Besucher weg, die sie einladen, mit zur Krippe zu kommen: den Engel, den Stern und die heiligen drei Könige.

Schließlich überlegt sie doch, dass das kleine Kind, das ja so arm sei, ihre Hilfe benötigt. Sie packt drei Geschenke ein: einen Schal, einen Teddy für das Kind und einen Ingwerlikör für die Eltern. Unterwegs begegnet sie anderen bedürftigen Menschen und will auch diesen helfen. So verschenkt sie ihre Gaben schon vorzeitig und kommt mit leerem Korb an der Krippe an. Sie will deswegen gerade umkehren, da ruft Maria sie herein. Und siehe da, ihre Geschenke haben den Weg zum Jesuskind bereits gefunden. Aber auch Babuschka wird reich beschenkt, als sie das Kind betrachtet. Sie spürt die besondere Liebe, die vom Jesuskind ausgeht und der leere Platz in ihrem Herzen wird reich mit Gottes Liebe gefüllt.

"Auch wir Menschen in der heutigen Zeit dürfen Gottes Liebe mit nach Hause nehmen, uns davon tragen lassen, darin Ruhe finden und diese Liebe in unserem Alltag nachwirken lassen." So spannte Pfarrer Klausfelder den Bogen wieder in unsere Zeit zurück.
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