"stachelige Kulmkids" bei der Kartoffelernte
Vom Acker in die Friteuse

Voller Eifer machten sich die "Stacheligen Kulmkids" auf dem Feld von Anja und Stefan Kausler ans Kartoffelgraben. Bald schon waren die Eimer voller Erdäpfel, so dass der Verarbeitung nichts mehr im Wege stand. Bild: ww
Vermischtes
Neustadt am Kulm
29.07.2016
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Erst kommt die Arbeit, dann kommen die Pommes. Die "Stacheligen Kulmkids" fungieren als Erntehelfer auf dem Kartoffelfeld. Der leckere Lohn folgt.

Die Kartoffel, die dolle Knolle, war das Monatsthema der "Stacheligen Kulmkids", des Nachwuchses des Obst- und Gartenbauvereins. Was liegt da näher, als sich auf einem Kartoffelfeld selbst mit Kartoffeln einzudecken und diese zuzubereiten und zu verzehren.

Die "Stacheligen Kulmkids" erfuhren, dass die Kartoffel oder der Erdapfel, wie sie bei uns auch genannt wird, von außen zwar unscheinbar ist, ihre inneren Werte die "Erdäpfel" jedoch zu einem der vielseitigsten Gemüse der Welt machen. Sei es zum Verzehr oder als Grundstoff für verschiedenste Industriezweige, die Knolle hat es in sich. Die Kinder hörten, dass sich die Kartoffel in weniger als 400 Jahren von ihrer ursprünglichen Heimat Südamerika aus über fast alle Kontinente ausgebreitet hat.

Grundstoff für Industrie


Nur etwa 60 Prozent der Ernte werden, sei es direkt als Beilage oder verarbeitet zu Chips, Fritten oder ähnlichem verzehrt. Von den übrigen 40 Prozent landet der größte Teil in der Industrie zur Herstellung von Papier, Pappen, Klebstoffen, Bioplastik oder Biosprit. Weltweit gibt es rund 5 000 verschiedene Kartoffelsorten.

Mit diesem Wissen ausgerüstet machten sich die "Stacheligen Kulmkids" zusammen mit ihren Betreuerinnen Elisabeth Haberberger, Sylvia Vogler, Yvonne Walter, Petra Prischenk und Klaus Sehnke auf nach Guttenthau zum landwirtschaftlichen Anwesen von Anja und Stefan Kausler.

Auf dem Kartoffelfeld angekommen, erzählte Landwirtin Anja Kausler den Kids, dass die Kartoffeln Mitte April in die Erde gelegt werden. Zur Zeit ist die Frühkartoffelernte in vollem Gange. Die eigentliche Ernte zur Einlagerung der Kartoffeln findet dann im September und Oktober statt. Bis zum Jahre 1950 war die Kartoffelernte mit harter Arbeit verbunden. Mit Hilfe einer Forke wurden die Kartoffelnester per Handarbeit vorsichtig ausgehebelt. Heute machen Vollernter die Kartoffelernte bedeutend leichter. Ausgerüstet mit kleinen Schaufeln und Eimern machten sich die Kulmkids voller Tatendrang an die Kartoffelernte. Schon bald waren die mitgebrachten Eimer voller Kartoffeln, so dass man nach einem Dankeschön an die Familie Kausler nach Neustadt am Kulm zurückfahren konnte.

Pommes Frites und Chips


Dort wuschen und schälten die Kinder die Kartoffeln und verarbeiteten sie dann unter Anleitung der Betreuer zu Pommes Frites und Chips. Die selbst geernteten Kartoffeln wurden in einer Fritteuse zubereitet und dann an Ort und Stelle mit viel Ketchup und Majo gleich verzehrt.
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