Nach der Sparkassen-Schließung
Raiffeisen gibt Bestandsgarantie

Vorstand Konrad Schäffler vor der Neustädter Filiale der Raiffeisenbank am Kulm. Die Präsenz vor Ort sei die Stärke der Bank und sie soll es bleiben. Bild: Walter
Wirtschaft
Neustadt am Kulm
23.01.2016
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Die Schließung der Sparkassen sorgt für Gesprächsstoff. Profitieren könnte die Raiffeisenbank am Kulm. Oder sind die Tage der Filiale in Neustadt ebenfalls gezählt? Auch solche Gerüchte machten die Runde. Zweigstellenleiter und Vorstand Konrad Schäffler möchte im Interview den Neustädtern diese Angst nehmen.

Herr Schäffler, wie würden Sie das Jahr 2015 beschreiben?

Konrad Schäffler : Wir blicken auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück, nicht zuletzt wegen der Steigerung der Kundeneinlagen und des risikoarmen Kreditwachstums. Es wird aber immer schwieriger, das Betriebsergebnis zu halten.

Wie planen Sie, dem Ergebnisrückgang entgegenzuwirken?

Schäffler : Im Mittelpunkt stehen unsere Kunden im Geschäftsgebiet. Wir wollen mit qualifizierter Beratung mehr Kunden gewinnen.

Ist die Schließung der Zweigstelle auf dem flachen Land ein Resultat der Gewinneinbrüche?

Schäffler : Die Niedrigzinsphase gefährdet die Ergebnisse. Rentabilität und Ertragsstärke stehen im Vordergrund. Dies könnte für die Filialschließungen ein Grund sein.

Zieht die Raiffeisenbank am Kulm nach? Es gibt Gerüchte um die Zweigstelle in Neustadt?

Schäffler: Für uns genießt die Zweigstelle Neustadt besonderen Stellenwert. Grundsätzlich hängt der Fortbestand einer Filiale natürlich davon ab, wie viele Kunden sie besuchen. In Neustadt haben wir in den letzten Jahren viel Geld für die Fassade, neue Fenster und die Sanierung des Eingangsbereiches in die Hand genommen. Das tut man nicht, wenn man die baldige Schließung plant.

Bemerken Sie einen positiven Effekt durch die Schließung der Sparkassen-Filiale?

Schäffler : Wie sich die Schließung auswirkt, müssen wir abwarten. Natürlich hoffen wir, dass der eine oder andere Sparkassenkunde zu uns findet. Wir würden uns Neukunden nicht verschließen, im Gegenteil. Das Vertrauen in uns wollen wir rechtfertigen.

Wie sieht die Strategie Ihrer Genossenschaftsbank aus?

Schäffler: Vorstand und Aufsichtsrat haben unsere Selbständigkeit als oberstes Ziel formuliert. Vor Ort wollen wir Marktführer bei Service und Beratung sein. Die Nähe zum Kunden soll so lange wie möglich erhalten bleiben. Unsere Bank unterstützt Vereine und Institutionen jährlich mit über 10 000 Euro.

Schlammersdorf sicherAußer jeder Frage steht auch die Schlammersdorfer Raiffeisenbank-Filiale. "Wir haben in Schlammersdorf schon immer sehr gute Marktanteile, das soll so bleiben", erklärt der Vorstand der Raiffeisenbank Weiden, Hermann Ott. Ob die Filiale von der Schließung der Sparkasse profitiert, ließ Ott offen. "Wir sind aber natürlich über jeden Kunden glücklich. (wüw)
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