Mehr als 300 Teilnehmer bei Demonstration in Neustadt/WN
Solidarität mit Flüchtlingen

Klare Bekenntnisse gab es in Neustadt/WN am Samstag gegen Rechtsextremismus. Bild: Schönberger
(blu/dpa) Knapp 2000 Menschen haben am Samstag in Bayern gegen Rechtsextremismus demonstriert und für Solidarität mit Flüchtlingen. Allein in Neustadt/NW beteiligen sich bis zu 400 Teilnehmer an einer Kundgebung. Zu der Veranstaltung hatte eine Woche nach dem Brand in einer Asylbewerberunterkunft das Weidener Bündnis "Voice of Refugees" aufgerufen. Die Veranstalter sprachen von 400 Demonstranten, die Polizei von 300. Auch viele Asylbewerber nahmen teil. Veranstalter und Besucher zeigen sich besorgt über die deutschlandweiten Angriffe auf Ausländer und die rassistische Hetze im Internet. "Hier zeigt sich, dass es nicht nur Rassisten gibt, sondern auch Leute, die solidarisch mit Flüchtlingen sind", stellt die ehemalige Weidener SPD-Stadträtin Elena Hierold fest.

In Rosenheim zählte die Polizei bis zu 1000 Menschen, die sich einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei "Die Rechte" entgegenstellten. Der Demonstrationszug einiger Dutzend Parteianhänger kam nach wenigen Metern zum Stillstand, weil das Bündnis "Rosenheim nazifrei" den Weg blockierte. Vereinzelt kam es zu Rangeleien und Schubsereien. Es blieb aber weitgehend friedlich. Am Mittag hatten sich beide Gruppen auf dem Bahnhofsvorplatz direkt gegenübergestanden. Mehr als 100 Polizisten hielten die beiden Lager auf Abstand. Besucher des Herbstfestes, das am Samstag in Rosenheim begann, mussten einen anderen Weg nehmen.

In Fürth protestierten am Samstag rund 500 Menschen gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen Partei "Der dritte Weg". Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) hielt bei der Auftaktkundgebung des Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus eine Rede. Anschließend versammelten sich die Teilnehmer zu verschiedenen Kundgebungen rund um die Route der etwa 70 Rechtsextremen durch das Viertel Ronhof.
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