Der Sommer kann kommen
Gasthaus und Biergarten in der Freizeitanlage eröffnet

Aus Gesprächsfetzen zwischen Ralf Möhrle und Bürgermeister Rupert Troppmann (Zweiter und Dritter von rechst) war zu hören, dass ihnen noch ein paar weitere Ideen für die Freizeitanlage vorschweben. Welche genau wollen sie noch nicht verraten. Bis sie spruchreif sind, soll in der Gramau erst einmal der Biergartenbetrieb auf Touren kommen. Bild: phs

"The ultimate bavarian snack platter" hat sonst niemand auf der Speisekarte. Auf Englisch zumindest und obendrein noch auf Tschechisch. Doch das ist nicht die einzige Neuheit mit der das Gasthaus in der Freizeitanlage ab heute um Gäste wirbt.

Dreizehn bodenständige Gerichte und Brotzeiten in drei Sprachen hält Ralf Möhrle ab sofort täglich vor. Tomaten mit Mozzarella, Presssack, Schnitzel mit Pommes - nichts Verkünsteltes eben. Trotzdem "beispielgebend für Neustadt", meint Bürgermeister Rupert Troppmann.

Dem Rathauschef war bei der offiziellen Wiedereröffnung des Traditionslokals am Donnerstagnachmittag anzumerken, dass er viele Hoffnungen auf Pächter Möhrle setzt. "Ich höre oft in der Stadt, dass die Erwartungshaltung groß ist. Was ich gesehen habe, ist aber nur positiv."

Flexible Küche


In der Tat kann Möhrle Einiges vorzeigen. Eine blitzblanke Küche zum Beispiel, 30 Sitzplätze im Innern und 12 nagelneue Biertischgarnituren im Garten, an die noch einmal 100 Gäste passen. Da soll der Service nicht nachstehen, verspricht der Chef. "Bitte sagt gleich Bescheid, falls mal was nicht passt", bittet er die zukünftigen Besucher.

Denen will er nicht nur damit entgegenkommen, dass er keinen Ruhetag hat, mit warmen Mittagsgerichten abwechselt und sonntags Braten auskocht. "Wir haben keine festen Küchenzeiten. Wenn jemand am Nachmittag mal Wienerla mag, kriegt er die."

Neben etlichen Stadträten und Rathausmitarbeitern ließ sich eine wichtige Klientel der Freizeitanlage die Eröffnung nicht entgehen. Ein paar Jungs vom Jugendgremium genossen schon mal zeitiges Biergartenflair unter der noch schüchternen Aprilsonne. Ob Möhrles Konzept Stammlokalqualitäten hat? "Könnte sein, der Obatzte ist schon mal gut", lautete ein erstes Fazit der Burschen.

Im Sommer länger sitzen


Auch dem nahen Landratsamt will Möhrle in der Grünanlage Alternativen zu Schreibtisch und Wurstsemmeln eröffnen. Wenn ein Beamter danach aber noch Parteienverkehr erwartet, sollte er vielleicht nicht zu "Cheese in a beer vinagrette, topped with onions" greifen. Dieser Zoiglkäse passt vielleicht besser zu lauschigen Sommerabenden, die offiziell um 22 Uhr enden.

Möhrle will es aber nicht so genau nehmen. "Warum soll ich jemanden heimschicken, wenn es so richtig heiß ist? Dann darf man auch mal bis zwölf sitzenbleiben." Bis im Mai die Serenaden losgehen, will der Wirt außerdem eine Außenschankanlage und Grills installieren. Es muss ja nicht immer "bavarian snack platter" sein, auf gut Bayerisch: Brotzeitteller.
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