Kleine Puppen als große Spendensammler
Kasperl-Ferientournee bringt 3298 Euro für NT-Hilfsaktion „Lichtblicke“

Erinnerungen an die Kasperltournee im Sommer wurden am Montagabend in der Schlosskapelle wach. Die kleinen Helden aus dem Koffer einmal selbst in die Hand nehmen zu dürfen, sorgte bei den Vertretern aus den beteiligten Orten für viel Vergnügen. Zugleich überreichte Hermann Papacek (Vierter von links) einen großen Scheck an Schirmherrin Elisabeth Wittmann. Bild: nm

Eine gute halbe Stunde mussten Kasperl und seine Freunde warten, dann durften sie den Koffer verlassen. Die Ferientournee 2016 wurde am Montagabend offiziell abgeschlossen. 3298 Euro gehen an "Lichtblicke".

(nm) Bereits zum 14. Mal waren die Handpuppen von "Hermanns Kasperltheater" die Stars. Der Rückblick auf die sechs Tage im Sommer fiel Martin Staffe in der Schlosskapelle nicht leicht: "Johann Papacek, der Zwillingsbruder von Hermann, konnte heuer nicht mehr dabei sein. Er starb im März. Vergessen werden wir ihn nicht. 13 Jahre lang zog er mit durch den Landkreis, um Geld für bedürftige Mitmenschen zu sammeln. Trotz des Todes von Johann Papacek fielen die Auftritte nicht aus. Immerhin standen sechs Orte auf der Liste", erinnerte der NT-Redakteur an die Ferienmonate. 900 Kinderherzen schlugen bei den Aufführungen höher. Mehr als 200 von ihnen drängten sich zum Tourneeabschluss in Vohenstrauß.

Viele Mitwirkende


Mit Hermann Helgert fand Hermann Papacek einen neuen Mitstreiter und Kasperl-Begeisterten: "Alleine kannst du das nicht machen." Unterstützung kam von weiteren Helfern. "Und vor allem von den Männern und Frauen an den Spielorten, die tatkräftig mit anpackten und uns herzlich empfingen", dankte Papacek. Eine Abordnung von ihnen, darunter der Vohenstraußer Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, wartete gespannt auf eine Zahl. Papacek blieb es vorbehalten, den überdimensionalen Scheck an Schirmherrin Elisabeth Wittmann zu überreichen.

Der blieb vor Überraschung im ersten Moment die Sprache weg. Mit 3298 Euro hatte niemand gerechnet. "Die Kasperltournee ist längst zum Selbstläufer geworden. Da geht es auch darum, den Kindern zu zeigen, dass das Spiel auf der Puppenbühne mindestens genauso spannend sein kann wie Fernseher oder Computer."

Menschliches Denken und Handeln rückte auch stellvertretender Landrat Albert Nickl in den Mittelpunkt: "Es kommt durchaus vor, dass Personen durch das Raster fallen und alleine nicht weiterkommen." Dann auf Helfer bauen zu können, die mit Herzblut hinter "Lichtblicke" stehen, das sei gelebte Heimat im besten Sinn. Für die Geschäftsführung von Oberpfalz Medien blickte Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl nach vorne: "Wir freuen uns schon jetzt auf das kommende Jahr." Mit welchem Stück Kasperl und seine Kameraden dann auf der Bühne auftauchen, steht noch nicht fest.

Kinder begeistert dabei


Heuer hatte Räuber Hotzenplotz Prinzessin Tausendschön eine goldene Kugel gestohlen. Mit lautstarker Unterstützung der Kinder gelang es dem Kasperl in Floß, Oberwildenau, Weiden, Mantel, Trabitz und Vohenstrauß, das kostbare Stück wieder zurückzuholen. Die kleinen Helden aus dem Koffer einmal selbst in die Hand nehmen zu dürfen, sorgte bei den Vertretern aus den beteiligten Orten für viel Vergnügen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.