Nach Tourismusmesse in Stuttgart hofft Landkreis auf viele Übernachtungen
Angeln, Campen, Radeln und Wandern

Reinhold Zapf und Renate Zupfer-Villas vom Tourismusbüro des Landratsamtes in Neustadt werben auf der Tourismusmesse CMT in Stuttgart um Gäste für den Oberpfälzer Wald. Bild: hfz

Neustadt/Stuttgart. Manches lief bei der Tourismusmesse CMT für die Fremdenverkehrs-Verantwortlichen des Landratsamts anders als gedacht. Negativer Höhepunkt der Messe-Tage war ein blinder Alarm wegen eines herrenlosen Koffers.

Doch insgesamt seien sie mit der Resonanz auf ihren Auftritt sehr zufrieden, resümierte Neustadts Cheftouristiker Reinhold Zapf. Und das, obwohl wegen des Wintereinbruchs und der Feinstaubbelastung in Stuttgart vor allem am ersten Wochenende die Zahl der Gäste bei der größten deutschen Besuchermesse in diesem Segment geringer gewesen sei als in den Vorjahren.

Stern trifft Besen


"Der Zoigl ist immer gefragt", erlebte Zapf wieder einmal. "Manche Leute kommen nur vorbei, um einen Zoiglkalender zu holen." Für Interessenten, die diese Tradition nicht kennen, holt Zapf am Infostand den Vergleich mit den badischen Besenwirtschaften hervor. "Wandern und Bier gehen als Kombi sehr gut, und auch Norbert Neugirg und seine Altneihauser sind als Botschafter der Region gefragt."

Auf dem selbst auf der Messe oft gelobten Goldsteig sind vermehrt jüngere Wanderer als in früheren Jahren unterwegs. Zapf sieht dies als einen Trend, der in anderen Regionen schon seit einiger Zeit angekommen ist. Wandern wird bei jungen Leuten immer beliebter.

Dazu passt, dass auch das E-Bike sein Senioren-Image abgelegt habe. Auf steigendes Interesse sei bei der Messe auch das Infomaterial für Camper und über Wohnmobilstellplätze gestoßen. "Gut kommt bei unserem Publikum der Verbund der Eisenbahntrassenwege an."

Schweizer und Franzosen treiben die Preise im Schwarzwald in die Höhe. Davon profitieren die Gastgeber im Oberpfälzer Wald, da die Baden- Württemberger in billigere Regionen ausweichen. Die Mehrzahl der Gäste im Oberpfälzer Wald sei über 40 Jahre alt oder Familien. Bei den Gesprächen hat der Touristiker festgestellt, dass der Trend zum Urlaub im eigenen Land bei den Deutschen weiterhin steigt.

Karten statt Kataloge


Gedruckte Kataloge sind nach Zapfs Beobachtungen nicht mehr so gefragt. Gut angenommen werden Karten. Überrascht war er von der Resonanz auf die druckfrische Übersicht der Angelgewässer. Mit Verweis auf die gute Verkehrsanbindung durch die A 6 haben Zapf, seine Mitarbeiterin Renate Zupfer-Vilas sowie Alexandra Beier aus Nabburg und Susanne Zitzmann für das Sibyllenbad die Aufmerksamkeit zahlreicher Besucher auf die nördliche Oberpfalz gelenkt. Er ist guter Dinge, die positiven Übernachtungszahlen des Vorjahres auch 2016 zu erreichen. "Und das trotz mancher fehlender Bettenkapazitäten." Der Wegfall der Stützelvilla habe in der Statistik negativ durchgeschlagen.
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