Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald Vorzeigeregion
Noch nie so viele Mitglieder

Der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald hat nun auch sein Infomaterial auf das moderne Erscheinungsbild umgestellt. Landrat Andreas Meier und Geschäftsführer (links) Martin Koppmann (Mitte) präsentierten die Broschüren, Blöcke, Taschen und Tüten den Mitgliedern. Bild: Schönberger

Der Naturpark ist eine Erfolgsgeschichte. Der Nördliche Oberpfälzer Wald ist weitere fünf Jahre nationale Naturlandschaft und damit ostbayerische Vorzeigeregion. 269 Mitglieder bedeuten Rekord. Daran wird wohl auch eine bevorstehende moderate Erhöhung der Beiträge nichts ändern.

Weil Aufgaben und Anforderungen an einen deutschen Qualitäts-Naturpark immer mehr werden, sei eine Anpassung der Beiträge unerlässlich, meinte der Vorsitzende des Naturparkvereins, Landrat Andreas Meier, in der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im "Weißen Rößl". In den nächsten fünf Jahren müsse sich der Park weiter in Qualität und Quantität steigern und Defizite ausgleichen. Der Versammlungsleiter nannte:

eine ausreichende Präsentation in der gesamten Naturparkfläche

ein flächendeckendes Besucherlenkungskonzept

barrierefreie Erholungsmöglichkeiten sowie

stärkere Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten. Dafür soll ein Biologe in Teilzeit eingestellt werden. Außerdem müsse der Pflege- und Entwicklungsplan, der die fördertechnische Grundlage bietet, überarbeitet werden.

Die letzte Beitragserhöhung liegt laut Vorsitzendem 17 Jahre zurück. Zur Diskussion stehen folgende Anhebungen: Gemeinden: von 11 auf 13 oder 14 Cent pro Einwohner, Landkreise und Weiden: von 8 auf 10 oder 11 Cent, Verbände: von 52 auf 55 Euro, Einzelmitglieder: von 16 auf 20 Euro und Direktvermarkter: von 16 auf 52 beziehungsweise 55 Euro. Dies würde Mehreinnahmen von 5942 oder 7990 Euro bringen.

Zum Vergleich führte Meier an, dass beim benachbarten Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst der Obolus der Kommunen bei 16 Cent liege. Der Verband Deutscher Naturparke verlange von jedem Naturpark seit 2002 schon 2500 Euro und damit fast doppelt so viel wie zuvor. Eine Entscheidung soll aber erst die nächste Jahreshauptversammlung treffen. Mitglieder, Kommunen und Verbände hätten so ein Jahr Zeit, die neuen Sätze zu diskutieren.

Größtes Vorhaben ist heuer die Aufstellung einheitlich gestalteter Übersichtstafeln in allen 43 Mitgliedsgemeinden. Angesichts von 95 Schildern sprach Geschäftsführer Martin Koppmann von einer Mammutaufgabe. Für die Gemeinden fielen keinerlei Kosten an. Nach Abschluss der Maßnahme werde der Naturpark an jedem Ort flächendeckend präsent sein.

76 Landwirte dabeiKein anderer Naturparkverein kann auf eine so hohe Mitgliederzahl zurückgreifen. Die 269 Mitglieder gliedern sich folgendermaßen auf: 38 Gemeinden im Landkreis Neustadt und 4 im Kreis Tirschenreuth, die beiden Landkreise und die Stadt Weiden, 36 Verbände, 88 Privatpersonen, 22 Gastronomiebetriebe, 1 Ehrenvorsitzender und 1 Ehrenmitglied sowie 76 Landwirte. Seit der Gründung im Jahr 1975 bedeutet dies eine Höchstmarke. Tendenz steigend. (ms)
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