Späte Sause
Neustädter feiern friedlich und vielfältig Bürgerfest

An allen Ecken war Musik drin. Je später, desto rockiger. Doch auch die Freunde gepflegter Heimatklänge kamen im Freien auf ihre Kosten.

Als friedliche Familienparty mit Wohlfühlcharakter wird sich das Bürgerfest am Samstag in die Chronologie der Festivitäten einreihen. Auch wenn die Neustädter erst relativ spät in die Puschen kamen: Der Ausklang nach Mitternacht kam umso furioser.

Dafür sorgten einmal mehr die heißen Rhythmen der "King Size Combo", zu denen die Festgäste vor der Bühne noch abtanzten, als die Feuerwehrleute bereits begonnen hatten, ihr Weinzelt abzubauen. Auch in der Jugendecke, erstmals im Parkstadel, tat sich etwas, allerdings erst relativ spät. Julian Übelacker vom Jugendgremium hatte gegen 19.15 Uhr schon Angst, dass niemand kommen würde. Dem war nicht so. Gegen 22 Uhr war die Bude voll und DJ "Turner" heizte kräftig ein.

Um 15 Uhr zapfte Bürgermeister Rupert Troppmann das erste Fass an. Die Bürgerwehr feuerte dazu aus ihren Vorderladern eine Salve Salut ab. Bei idealem Festwetter füllten sich die aufgestellten Garnituren am Nachmittag allerdings nur langsam.

Lieber deftig als vegan


Am Speisen- und Getränkeangebot kann es nicht gelegen haben, denn das, was die 21 mitwirkenden Vereine und Organisationen sowie sieben Gewerbetreibenden aufboten, war vielfältig und opulent. Erstmals offerierten Felix Steiner und seine Helfer von der "Operation Friendship" veganes Chili. "Zubereitet auf der Basis von Soja-Granulat und verfeinert mit Bohnen, Mais, Tomaten, Chili, Knoblauch und Zwiebel", verriet er das Rezept. Während sich an den Pizza- und Grill-Ständen, beim Fischereiverein oder dem Hamburger-Grill der Roadhouse-Gang am frühen Abend lange Schlangen bildeten, war die Nachfrage am Veganer-Stand etwas zurückhaltend. Aber einen Versuch war es wert.

Die acht Friendship-Gäste aus den USA, Wales und Holland fühlten sich neben den Töpfen sichtlich wohl. Als "gezellig" (gesellig) bezeichneten Jaspr Overgoor und Wouter Snippe aus Doetinchem das Fest.

"60 Kilogramm Kartoffeln haben wir geschält", erzählte Christa Maier, während sie am Dotsch-Stand des Katholischen Frauenbundes im Schweiße ihres Angesichts die leckere Kartoffelspezialität herausbuk. Während sich die Eltern mit Kulinarischem sättigten, vergnügten sich die Kinder an zahlreichen Spielständen, die erstmals auf dem begrünten Dach des Parkstadels aufgebaut waren. Vom Korb-Ball der DJK-Basketballer, bis zum Labyrinth der Schabernak-Schauspieler, vom Schießstand der Schützen bis zum Karussell des DJK-Fördervereins war für fast jeden etwas dabei. Vor Freude juchzte zum Beispiel der junge Lukas, als er mit dem Bobbycar der DJK-Tennisabteilung den Hohlweg hinunterbrauste.

Dahinter steckt jede Menge Arbeit, die Peter Forster und Renate Greiner im Vorfeld kreativ und souverän gemeistert hatten. Die sechs Sanis der BRK-Bereitschaft freuten sich über einen fast arbeitslosen Einsatztag. Anton Lebegern von der Security musste ebenfalls nur den einen oder anderen Wildpinkler zurechtweisen.



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