Alles „"mega"“ - bis auf den Besuch
Nur rund 200 Zuhörer beim Open Air des Jugendgremiums

Ein paar mehr hätten es ruhig sein dürfen. Doch die, die zum Open Air des Jugendgremiums in die Freizeitanlage gekommen waren, bereuten ihren Entschluss keine Sekunde. Bilder: bgm (2)
Kultur
Neustadt an der Waldnaab
07.08.2016
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"Das Stromaggregat, das uns heute nicht mag", reimte der Sänger von "Zico" auf eine Reggae-Melodie ganz spontan. Denn die Elektrik beim Open Air des Jugendgremiums in der Freizeitanlage hatte sich gerade eine kurze Pause gegönnt. "Die Improvisation war richtig gut von ihnen", lobte Christopher Kummer die Reaktion der Band, die im vergangenen Jahr bis ins Finale um Bayerns beste Newcomer gekommen war. Die Techniker hatten die kleine Panne auch schnell wieder im Griff. "Ich finde, dass die das Publikum mitreißen können", sagte Florian Hiltl, der mit Christopher und ein paar weiteren Freunden wegen "Zico" bis aus Schnaittenbach in die Kreisstadt gekommen war.

So motiviert waren aber nicht viele. Auf rund 200 Gäste schätzte Tim Sengenberger, der Vorsitzende des Jugendgremiums, die Besucherzahl. "Vielleicht liegt es an der Urlaubszeit", meinte Protokollführer Michael Probst. An den Organisatoren lag es sicher nicht, versicherte Basti, Sänger und Gitarrist von "3 Times Twisted", die vor "Zico" auf der Bühne standen. "Bisschen schade, die Veranstalter geben sich so viel Mühe.

Rund eine Stunde lang heizten die Neumarkter den Open-Air-Besuchern ein. Ihre Richtung sei Punk-Rock, aber eher in einer Ausprägung, "die die Allgemeinheit anspricht", erklärte Bassist und Sänger Roman. Zwischendrin boten sie aber auch mal "ein bisschen härtere Stücke". "Die Bands waren mega", bestätigte Sengenberger. Für den Auftakt des Abends war "Springstories" verantwortlich, die Alternative-Rocksound und Popmelodien zum Besten gaben.

Die große Bühne der Stadt, verschiedene Speisenangebote, Ausschank und ein großes Barzelt - geboten war alles, was es für ein ordentliches Festival braucht. Und die Stimmung passte schließlich auch. "Schön, dass trotzdem noch so viele Leute gekommen sind - viele Neustädter. Das Open Air ist mittlerweile schon so eine kleine Marke geworden", freute sich Michael Probst.
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