Andreas Martin Hofmeir spielt im Schafferhof
Brasilianische Liebe auf bayerischer Tuba

Tubist und Kabarettist Andreas Martin Hofmeir (rechts) präsentierte mit André Schwager sein neues Programm im Schafferhof. Bilder: hbl (2)

Tuba und Kabarett - wie soll das zusammenpassen? Der Musiker Andreas Martin Hofmeir, bekanntes Mitglied der Band "LaBrassBanda", zeigt es in Neustadt und beschert den Zuhörern einen lustigen Abend. André Schwager unterstützt ihn dabei.

Hofmeir gehört zweifellos zu den besten Tubisten, die derzeit unterwegs sind. Unter dem Titel "Kein Aufwand! Teil 2" tritt er im Moment kabarettistisch auf, statt auf Konzertbühnen zu stehen. Sein Markenzeichen: Auftritt ohne Schuhe. André Schwager, sein musikalischer Partner, zieht hingegen das Tragen von Schuhwerk vor.

Pointenreiche Texte


Im Gegensatz zum Thema Schuhe verstehen sich Hofmeir und Schwager in der Musik blind und spielen mit wunderbarer Leichtigkeit. Die Wandlungsfähigkeit der Tuba erstaunt, denn Hofmeir beherrscht jede Tiefe und Höhe mit traumwandlerischer Sicherheit. Im ersten Stück des Abends - es erklangen ausschließlich brasilianische Liebeslieder, auch wenn sie aus Argentinien oder wer weiß woher stammten - wird musikalisch eine Liebesnacht beschrieben. Was Hofmeir über das Tubaspiel hinaus mit Mimik und Gestik darstellte, war unvergleichbar und zum Schreien komisch. Außerdem präsentiert er den "traditionellen Holledauer Sitzsamba".

Gipfel der Instrumente


Wären dann noch die Texte. Der Zuhörer bemerkte Hofmeirs Vorbilder wie Karl Valentin und Gerhard Polt. Aber es wäre zu kurz gegriffen, den Künstler darauf zu reduzieren. Er hat einen eigenen Stil gefunden, seine Erlebnisse kerzengerade dem Publikum zu präsentieren, es einzubeziehen, sich selbst und die Zuschauer mit einer sehr ordentlichen Portion an Ironie zu überziehen. Dabei schleichen sich die Pointen nicht selten unbemerkt von hinten an. Ergebnis war immer schallendes Gelächter. Selten blieb ein Auge trocken - und die Gürtellinie wurde nie unterschritten. Nebenbei begeisterte er das Publikum mit Einlagen auf Trompete und Posaune.

Was bleibt von diesem Abend? Hofmeir, Professor am Mozarteum in Salzburg, hat die Zuhörer überzeugt, dass die Tuba der Gipfelpunkt der Entwicklung des abendländischen Instrumentenbaus sei, und die Erkenntnis, dass ein Tubist viel erleben kann. Die Zuhörer warten bereits schon jetzt auf den dritten Teil des musikalisch-kabarettistischen Programms, vielleicht ja wieder im Schafferhof.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.