Benefizkonzert
Einstimmung auf heilige Nacht

Der Sängerbund eröffnete den Nachmittag mit einem sanften "Die Nacht" von Franz Abt. Das Benefizkonzert in der Stadtpfarrkirche begeisterte nicht nur die Zuhörer. Es spülte auch Geld in die Kasse der Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord.

Zahlreiche Sänger und Musiker hatten sich in St. Georg eingefunden. Stadtpfarrer Josef Häring freute sich auf die besinnliche Stunde und monierte, dass viele Weihnachtslieder oft zu Kommerzzwecken degradiert würden und den eigentlichen Sinn des Christfests vermissen ließen.

Fröhlich und anrührend stimmte der Kinderchor Regenbogen mit Instrumentalgruppe unter der Leitung von Waltraud Näger und Elisabeth König weihnachtliche Kinderlieder an. "Macht die Türen auf" oder "Dies kleine Licht", wobei ein Mädchen ein kleines Windlicht präsentierte, gefiel besonders den Eltern und Großeltern im Publikum.

Die verbindenden Worte zwischen den einzelnen Darbietungen trug Veronika Schulhauser vor. Texte und Gedichte befassten sich mit Weihnachten, aber auch der aktuelle Situation mit Krieg in der Welt oder der Herbergssuche der Flüchtlinge. Die Texte stammten von Fred Fröhlich, der den "Waldhauser Viergesang" (Josef Schmid, Ferdinand Kamm, Hans Völkl und Alfons Kistenpfennig) auf dem Akkordeon begleitete. Mit "Im Wold is' so staad", "Es mog ned finster wern" oder der "Herbergssuche" aus der Waldweihnacht von Ludwig Thoma brachten sie getragene Stille in das Kirchenschiff.

Klangvolle Volkslieder sangen die "Zupfer Moidla" Waltraud und Renate mit dem Christkindl-Lied, "O Jesulein zart" und dem Wiegenlied "Heija Summsa Summ" vor dem schön geschmückten Christbaum im Altarraum. Das Trio "Kreizdaquer" (Michaela Gach, Monika Burkhard und Johanna Schmidt-Wohlfahrt) begeisterte nicht nur mit einem Menuett von Georg Baukle sondern auch mit einem Landler und einem "Boarischen". Dem setzten die Neustädter Turmbläser den Langenwanger Jodler entgegen oder auch das getragen feierliche "In dulci jubilo" aus dem 14. Jahrhundert.

Auch der Kirchenchor St. Georg war mit von der Partie. Nach dem festlichen "Jetzt naht die Zeit" oder dem in Moll gehaltenen "Die Nacht ist vorgedrungen" von Johannes Petzold stimmten sie zum Finale gemeinsam mit dem Sängerbund "Leise rieselt der Schnee", die "Hymne an die Nacht" von Ludwig van Beethoven und die "Heilige Nacht" von J.F. Reichardt an. Dabei stach wie immer der helle Tenor von Ferdinand Kamm hervor, der, obwohl inzwischen mit Gehstock, auch dieses Jahr seinem Sängerbund die Treue hielt.

Am Ende dankte Vorsitzender Karl Frisch Dankesworte Pfarrer Häring. Die Zuschauer stimmten am Ende gemeinsam mit allen Mitwirkenden den Andachtsjodler und "O Du Fröhliche" an.
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