"Des Kaisers goldene Straße"
Kunst kennt keine Grenzen

Die Künstler des Oberpfalzvereins präsentieren ihre Werke in der Ausstellung "Des Kaisers goldene Straße". Organisiert haben sie Ernst Umann und Rainer Christoph (Fünfter und Zweiter von rechts). Bild: sbü

Mit einer Vernissage in der Stadthalle wurde am Samstag die Ausstellung "Des Kaisers goldene Straße" eröffnet. 15 Künstler des Oberpfalzvereins und Schülergruppen aus Deutschland und Tschechien präsentieren ihre Arbeiten.

(sbü) Mit der Ausstellung wird der 700. Geburtstag des römisch-deutschen Kaisers und Königs von Böhmen gewürdigt. Eingeladen hatte die Ortsgruppe Neustadt des Oberpfalzvereins unter Vorsitzendem Ernst Umann. Mit federführend bei der Gestaltung der Schau war auch Kulturpreisträger Rainer Christoph, Vorsitzender des Fördervereins Goldene Straße.

Bürgermeister Rupert Troppmann formulierte in seinem Grußwort die Kerngedanken der Herbstausstellung. "Die Goldene Straße hat Länder in Europa miteinander verbunden." Kunstwerke zu diesem Thema hätten eine ähnliche Funktion. Vor allem in einer Zeit, die von Brexit und nationalen Bestrebungen geprägt sei, müssten Gemeinsamkeiten herausgestellt werden.

Diesen Gedanken griff dann auch Fördervereinsvorsitzender Christoph auf: "In der Zeit des Eisernen Vorhangs hatte die Politik kein Interesse, dieses Thema zu vertiefen." Schon in den ersten Jahren nach der Grenzöffnung seien Goldene Straße und Karl IV. "Türöffner in tschechischen Schulen und Rathäusern" gewesen.

"Ein Hauch der Geschichte weht in dieser Ausstellung", stellte Ernst Umann für den Oberpfalzverein fest. Anschließend präsentierte er die Künstler, verschwig jedoch, dass er auch selbst dazu zählt. Es sind Rita Beutler, Vronita Grünauer, Alfons Kistenpfennig, Anita Köstler, Uta Ay, Anton Sammet, Hans Pöschl, Edith Weiß, Lothar Babisch, Oskar Schwarz, Roswitha Jobst, Irmgard Schwabe und Umann.

"Orientalische Kostbarkeiten und Geheimnisse fernöstlicher Kultur" würden die Werke der iranischen Künstler Seyed Naser Seddighi und Mohammad Zahary verkörpern. Auch auf die Gipsskulptur "Des Kaisers Handschuh" verwies Umann. Er bedankte sich bei allen, die die Ausstellung ermöglicht haben.

Über die Schülerarbeiten sprach Kulturpreisträger Christoph. Sie zeigen Bereiche ihres heimatlichen Umfelds, Straßen, Wohnorte, Sagen und Brauchtum. "Beim Betrachten wird uns klar, dass es auch hier mehr Gemeinsamkeiten und kaum Gegensätze gibt", erklärte er.

Nach dem offiziellen Teil hatten die Besucher der Vernissage Gelegenheit zum Rundgang durch die zahlreichen Präsentationstafeln. Fast alle Künstler sind mit mehreren Werken vertreten. Die Vielfalt der Kunstwerke mit direktem oder indirektem Bezug zum Thema Goldene Straße spiegelt die vielen Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung wider. Collagen, Aquarelle, Acryl-Arbeiten, Fotografien, Schnitzkunst und anderes sind zu bewundern. Als sehr voluminöses Werk ist die Filzarbeit "Das Rad der Goldenen Straße" an der Bühnendecke aufgehängt.

Die Ausstellung ist bis einschließlich Mittwoch, 2. November, täglich von 14 bis 17 Uhr, geöffnet. Die Schülerarbeiten sind noch für einen Monat im Foyer der Stadthalle zu betrachten. Musikalisch umrahmte die "Neustädter Klarinettenmuse" die Veranstaltung.
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