Drei außergewöhnliche Konzerte im Neustädter Barockgarten
Lobkowitzer lassen’s krachen

Der musikalische Wunderdoktor Dr. Will kommt mit den Wizards zum Start der Barockgarten-Konzerte. Bild: hfz

Die Kulturfreunde Lobkowitz sind immer wieder für eine Überraschung gut. Für den Sommer haben sie sich den wahrscheinlich schönsten Platz der Kreisstadt für eine außergewöhnliche Konzertreihe ausgesucht, den Barockgarten.

"Wir wollen wieder etwas Neues wagen", kündigte der Cheforganisator der Kulturfreunde, Bernhard Knauer, an. Mit NT-Kulturredakteur Stefan Voit habe man einen Experten an der Seite, der die nötigen Kontakte in die Musikszene hat.

Landrat Andreas Meier unterstützt als Hausherr die Idee. Gleichzeitig gab er sein Okay auch dafür, dass man bei schlechtem Wetter ins Foyer im Alten Schloss ausweichen kann. "Es zeigt, dass der Schlossherr für alles offen ist", lobt Knauer den Landkreischef. Die Termine sind donnerstags, wenn keine Serenade im Kalender steht.

Beginn der dreiteiligen Konzertreihe ist am 30. Juni. Von 19 bis 22 Uhr verarzten Dr. Will und the Wizards die Zuhörer. In der Region ist Dr. Will spätestens nach seinen Auftritten in der Stadtbad-Reihe in Weiden kein Unbekannter. Der Mann ist Kult. Seine Visage erinnert an den Vielfachbösewicht Steve Buscemi. Auch sonst könnte der gewaltige Dr. Will im roten Anzug samt Zylinder einem schrägen Western-Tingeltangel-Lustspiel entsprungen sein.

Der Typ ist ein echter Entertainer, ein himmel- und höllenwandernder Wunderdoktor des Blues. In Neustadt präsentiert er ein "Best of" aus 10 Jahren des Schaffens der Band komplett akustisch.

Zwei Wochen später, am 14. Juli, geben sich Ulla Haesen und Joscho Stephan bei den Lobkowitzern die Ehre. Gemeinsam mit dem Bassisten Wilhelm Geschwind, der den Sechssaiter-Bass sowohl begleitend als auch als Melodieinstrument einsetzt, vermittelt die Sängerin und Gitarristin Ulla Haesen in ihrem neuen Programm "Beleza do Brasil" die Schönheit Brasiliens. Sie offenbart den Zuhörern die tiefe Leidenschaft und berauschende Lebensfreude der brasilianischen Seele.

Ein Erlebnis bietet der Auftritt des Duos mit dem Jazzgitarristen Joscho Stephan, der international als einer der virtuosesten Vertreter des Gypsy-Swing gefeiert wird. Die drei Musiker bleiben dem Samba und Bossa Nova treu.

Black & Patti bieten am 28. Juli schwarzen Blues - ohne Milch und Zucker. Benannt nach einem obskuren Plattenlabel, hat sich das Duo der akustischen schwarzen Roots- und Bluesmusik verschrieben. Der Gitarrist und Mundharmonikaspieler Peter Crow C. ist seit etlichen Jahren auf Europas Blues-und Jazzbühnen unterwegs und begeistert durch virtuoses Gitarrenspiel, markanten Gesang und seine Qualitäten als Entertainer.

Sein Partner Mr. Jelly Roll spielt neben Gitarre und Gesang das fast vergessene Bluesinstrument Mandoline. Ihre Arrangements schreiben die beiden selbst.

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Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon: 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0 und www.nt-ticket.de
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