"eXcage" auf Firehouse-Festival
"Geradliniger Krach"

"Wir sind nicht richtig einzuordnen. Für Heavy-Metal sind wir zu lasch, für Hard-Rock zu hart." Zitat: Gitarrist Andreas Fischer
Kultur
Neustadt an der Waldnaab
07.09.2016
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Die Aufnahmen zum neuen Album von "eXcage" sind abgeschlossen. Auf dem Firehouse-Festival rocken die Bühne (von links): Alexander Lang, Maike Albrecht, Michael Stein, Jasmin Stein und Andreas Fischer. Bild: hfz

Die Band "eXcage" kombiniert harte Gitarrenriffs mit melodiösem Gesang: Auf dem Firehouse-Festival am 8. Oktober haben die Hobbymusiker dieses Jahr ihren einzigen Auftritt. Vorher will die Band um Gitarrist und Soundguru Andi Fischer aber noch das neue Album rausbringen.

Die Gründung lief etwa so: Schlagzeuger Michael Stein und Gitarrist Andi Fischer hatten schon in mehreren Bands gespielt. 1996 stieß Sängerin Maike Albrecht dazu, als sie Bassist Alexander Lang recht betrunken aufgegabelt hatte. Damals war die Gruppe noch zu sechst. Um die Jahrtausendwende machten Albrecht, Stein, Fischer und Lang zu viert weiter als "eXcage".

Am Samstag, 8. Oktober, organisiert die Feuerwehr Neustadt das Firehouse-Festival, auf dem auch "eXcage" auftritt. Heuer geht das Fest in die 13. Runde. Die musikalische Bandbreite reicht von "Modern-Death-Pop" über "Progressive-Black-Metal" bis zum klassischen Hardrock. Das passt zu "eXcage": Ihren Stil beschreibt die Band als "hervorragenden geradlinigen Krach mit kontrastierender schöner Frauenstimme". Als einzige der fünf Bands, die auf dem Firehouse auftreten kommt "eXcage" aus der Region. Maike und Andi sind aus Neustadt, Michael aus Altenstadt und Alexander aus Weiden.

Zwischen Metal und Rock


"Wir sind nicht richtig einzuordnen", erläutert Gitarrist Andi Fischer. Er sitzt im schummrigen Proberaum im ehemaligen Poolhaus der Hofbauer Villa in Altenstadt. "Für Heavy-Metal sind wir zu lasch, für Hard-Rock zu hart. Wir waren von Anfang an Eigenbrödler." Zwei Alben und zwei EPs hat "eXcage" bisher produziert. Andi betont, die Musik sei für ihn eine Herzensangelegenheit. "Unser erster Proberaum war in Weiden neben dem TÜV. Da waren wir unten im Keller der Agip-Tankstelle." Er frage sich bis heute, wie das funktioniert habe. Als nächstes probten sie im Hortgarten von St. Josef in Weiden. Sie quartierten sich im Gartenhaus ein. Das sei absurd gewesen: Als Heavy-Metal-Band bei der katholischen Kirche und in einem so kleinen Raum. "Das war bloß noch laut." Schließlich ist die Gruppe auf das Gelände der ehemaligen Bleikristallfabrik in Altenstadt gezogen. In den halbverfallenen Gebäuden hat "eXcage" das richtige Ambiente für ihre Musik gefunden.

Tonstudio und CD


Der Umzug in die Bleikristall-Villa erfolgte vor etwa fünf Jahren. In diese Zeit fällt auch der Startschuss für Andis Studio-Projekt. "Im Nachhinein sage ich: ,Gott sei Dank.'" Eine Aufnahme irgendwo in einem Dorf wäre für ihn nicht in Frage gekommen.

Der ausgebildete Krankenpfleger hat alles selbst in die Hand genommen. Am Anfang sei er sehr naiv gewesen: "Ok, wie nimmt man denn eine Gitarre auf", habe er sich gefragt. "Ok, da brauche ich ein Interface. Das kostet jetzt mehrere Tausend Euro." Nach und nach richtete er sich ein Studio in seiner Wohnung ein. "Mein Anspruch ist, dass es so klingt, wie ich mir das vorstelle."

Seit drei Jahren spielen "eXcage" wieder zu fünft. Jasmin Stein erweitert den Klang der Band mit einer zusätzlichen Gitarre. Sie kommt aus Altenstadt. "Du brauchst manchmal einfach eine zweite Gitarre", findet Andi. Jahrelang hat er an den Songs getüftelt. Noch bevor die Band auf dem Firehouse auftritt, will sie ihre erste Platte in sechs Jahren veröffentlichen. Das ist für Andi auch ein Experiment: "Ich hab' keine eigenen CDs. Alles Online. Jetzt probieren wir's. Wir haben das Geld durch die Auftritte, mal schau'n, ob's wer kauft."

Tickets für FirehouseFür das Festival in der Adolf-Kolping-Straße hat der Kartenvorverkauf bereits begonnen. Das Feuerwehrhaus ist am Samstag, 8. Oktober, ab 18 Uhr geöffnet, die erste Band legt eine halbe Stunde später los. Karten für acht Euro gibt es bei NT-Ticket. An der Abendkasse kosten sie zehn Euro. Auf der Bühne des Neustädter Feuerwehrhauses stehen die Bands "Groovenom", "Path of Destiny", "eXcage", "The Styx Shipping Society" und "Travesty". Die Feuerwehr bietet den Besuchern einen Heimfahrservice in die nähere Region an. (puh)


Wir sind nicht richtig einzuordnen. Für Heavy-Metal sind wir zu lasch, für Hard-Rock zu hart.Gitarrist Andreas Fischer
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