Glorious in der Stadthalle Neustadt
Eine Lady lebt ihren Traum

Neustadt an der Waldnaab
18.01.2016
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Florence Foster Jenkins ist die schlimmste Sängerin der Welt - dennoch lebt sie das Leben einer Operndiva. Das Landestheater Oberpfalz erzählt am Samstag in der Stadthalle Neustadt mit Peter Quilters "Glorious" die Geschichte dieses Traums.

Neustadt. Florence Foster Jenkins (Claudia Lohmann) ist eine wohlhabende, etwas überspannte, aber liebenswerte Lady, die in der Überzeugung lebt, eine begnadete Sängerin zu sein. Und weder ihr Lebenspartner und Manager St. Clair Bayfield (Uli Scherr), der sie vergöttert, noch ihre leicht hysterische Freundin Dorothy (Sofia Mindel) können und wollen sie davon abbringen.

Musikalische Defizite


Neu ins Team kommt der Pianist Cosme McMoon (Adnan Barami). Er soll Florence zukünftig am Flügel begleiten, sogar eine Schallplatte mit ihr aufnehmen. Bald erkennt er allerdings die musikalischen Defizite, schweigt aber aus Höflichkeit - zunehmend aber auch aus Bewunderung für die Stärke und den Willen von Florence. Mit großem Selbstbewusstsein und einem gerüttelt Maß an Selbstüberschätzung lädt Florence zu Bällen mit handverlesenem Publikum ein und erntet von den Claqueuren viel Applaus. Selbst als eine Dame mit einer Petition gegen Florence die Bühne stürmt und sie auffordert, das Singen bleiben zu lassen, bricht das Phantasiegebäude nicht gänzlich ein. Zuletzt entscheidet sich Florence, ein Konzert in der Carnegie Hall zu geben und setzt so ihrem Traum die Krone auf. Regisseur Till Rickelt ist eine temporeiche Komödie gelungen, höchst unterhaltsam, liebenswert und gespickt mit herausragenden Darstellern von der Hauptdarstellerin bis zur unbedingt erwähnenswerten Maria (Valentina Locco), die sich auf spanisch schimpfend, ein Gummihuhn rupfend durchs Stück flucht und in den Pausen lautstark als Kulissen-Schieberin agiert.

Höchst unterhaltsam


Die Botschaft des Stückes ist klar: Lebe deinen Traum und lass dich durch nichts beirren - nicht einmal durch Petitionen. Florence geht ihren Weg und erreicht am Schluss ihr Ziel - das ist die wesentliche Aussage.
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