King-Size Big-Band, Hubert Treml und Franz Schuier begeistern Serenadenpublikum
Aus New York wird „Neihaus“

Hubert Treml war im Zusammenspiel mit der King-Size Big-Band ganz in seinem Element. Bild: gag
Kultur
Neustadt an der Waldnaab
13.06.2016
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"Wenn der König spielt, ist auch das Wetter königlich", freute sich Bürgermeister Rupert Troppmann über den perfekten Serenadenabend in der Freizeitanlage Gramau. Zum zweiten Mal traten die King-Size Big-Band sowie Hubert Treml und Franz Schuier mit "Swinging Mundart" auf.

Den Anfang machte die Big-Band mit einem ihrer Lieblingshits von Gordon Goodwin's Big Phat Band (Count Bubba), mit einem swingenden Alt-Saxofon-Solo von Roman Chwalinski. Abwechselnd spielte das Musikpoetenduo allein oder mit den "Kings" im Hintergrund, wobei der Entertainer aus Treml herauskam, der sich sichtlich wohl fühlte mit dem vollem Sound der Band. Aus "New York, New York" hatte Treml "Neihaus, Neihaus" gedichtet. Dabei wurde klar: unser Dialekt eignet sich hervorragend zum swingen. Sänger, Band und Publikum schwammen auf einer Begeisterungswelle. Doch auch Tremls bekannte Lieder "Moidl as Pentling" oder "Jane" über ein Mädchen aus der Oberpfalz, deren Gunst er nicht bekam, gehörten zum Programm.

Umwerfender Big-Band-Sound fegte nach der Pause wieder durch den Biergarten. "Jazz Police" von Goodwin, ein herrlich dynamisches Stück, mit klasse Soli von Sebastian Wurzer (Saxofon) und Manfred Koller (E-Gitarre), brachte wieder frischen Wind in den proppenvollen Biergarten. Kontrapunkte setzten Treml und Schuier mit "Neistiada Strouß", ein mit Wehmut und Erinnerungen gespicktes Lied über die Straße in Weiden, wo Treml aufgewachsen ist, und mit dem "Unterhemd-Brando vom Hammerweg", das Andreas Mederl mit einem tollen Flügelhorn-Solo ergänzte. Zum warmen Abend passte auch "Lou ma bloß dei Schouh a!", nach der Melodie von "You can leave your hat on" von Joe Cocker. Das Publikum sang den Refrain begeistert mit, auch dritter Bürgermeister Heribert Schubert. Und auch die Blues Brothers kamen zu (Oberpfälzer) Ehren: Aus "Everybody needs somebody" übersetzte Treml fast wörtlich: "Jeder Kare braucht sei Mare". "Yesterday" von den Beatles war hier "Spiegelei", und weil das Publikum inzwischen daran gewöhnt war, die Refrains mitzusingen, hatten alle viel Spaß mit "Leberkas und Spiegelei".

"Wir spielen, bis wir nichts mehr sehen", sagte Markus König, und das Versprechen galt, bis die Dämmerung über den Pavillon hereinbrach. Die Zuschauer waren begeistert, was sich auch im donnernden Applaus zum Ende ausdrückte. Die Zugabe "Mackie Messer" war ebenfalls in Mundart zu hören.
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