Rockkonzert im "Weißen Rößl" in Neustadt
Schmökerstunde im Rocklexikon

"Rock Alive" zelebrieren Musik aus einer Zeit, als Gittaristen noch Matten trugen und die Hosenbeine mächtig Schlag hatten. Von rechts: Sepp Walbert, Raphael Gerl, Martin Hammerl, Katinka Dittrich und Patrick Siegel. Bilder: fz (2)

"The Spirit of Rockmusic" stand auf dem Plakat im Hintergrund. Diesen Geist beschwor die Band "Rock Alive" am Samstag im "Weißen Rößl" aufs Feinste.

Mit ihrem ersten großen Konzert nach der durch Neubesetzung längeren Pause begeisterten Raphael Gerl, Patrick Siegel, Thomas Treml, Sängerin Katinka Dittrich, der neue Sänger Martin Hammerl sowie Rößl-Wirt Sepp Walbert an der Hammond-Orgel 130 Besucher im vollen Saal.

Sie waren gekommen, weil das Repertoire der Band kaum Wünsche offen lässt und nostalgisch in die 70er Jahre entführte. Viele der bereits leicht angegrauten Besucher schwelgten in alten Zeiten. Wenn auch das Headbangen nicht angesagt war, kennzeichnete die Tischreihen doch kollektives Kopfwiegen und Fußwippen. Mit "Stealin" von Uriah Heep aus dem Jahr 1973 begann die Formation die Zeitreise durch die Hochzeit des melodischen Gitarrenrocks. Die Protagonisten des Abends legten einen Hit nach dem anderen nach. Bei "Come together" von den Beatles sang der Saal lauthals mit. Viele wagten auch ein Tänzchen mit "Rosanna" von Toto. "Rock Alive" machte Dampf und Freude: Der neue Sänger Martin Hammerl fügte sich ein, als wäre er schon Jahre dabei. Seine markante Stimme, die mitreißenden Soli von Gerl mit der Gitarre sowie Bassist Siegel, Drummer Treml, Pianist Walbert sowie Sängerin Dittrich klangen authentisch.

Dylan ohne Nobelpreis


"Knocking on heavens door", "Magic carpet ride" oder "Born to be wild" erinnerten an eine irgendwie gute alte Zeit. Dem Geburtstagskind Rita schenkte die Band "Honky tonk woman" von den Rolling Stones. Schwelgerisch klangen Balladen wie "Wish you were here" von Pink Floyd oder "Stairway to heaven" von Led Zeppelin.

"Gimme some Lovin", "Here I go again" - wann hört man so viele Welthits an einem Abend von einer Band, fragte ein Besucher begeistert. Die Musiker verabschiedeten sich denn auch krachend. "Highway to hell" und "Smoke on the Water" bildeten den krönenden Abschluss.
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