Zupfer-Moidla organisieren Volksmusik im "Weißen Rössl"
Kirwaabend endet als Traum

Gerhard Reber begleitet die Zupfer-Moidln, die ihrerseits den Volksmusikabend organisiert haben und ihn mit Moderation, Erzählungen, Witzen und Gesang bereichern.

Wie würde man eine Kirchweih planen, wenn man erstmals ein solches Fest organisieren sollte? Gut gelaunte Gäste wären erforderlich, die Gaststätte sollte gut besetzt sein, die Küche Kirwaspezialitäten bieten und zur Unterhaltung müssten gut aufgelegte Musikanten beitragen.

Diese perfekten Voraussetzungen erlebten beinahe 180 Gäste im ausverkauften "Weißen Rössl". Die Zupfer-Moidln Renate und Waltraud hatten sich Musikerfreunde eingeladen, die zur perfekten Stimmung beitrugen.

"Das war die kürzeste Begrüßung bei einem Kirwa-Auftakt überhaupt", lobten die Schwestern Bürgermeiter Rupert Troppmann, der eigentlich nur "Grüß Gott" gesagt hatte. Was sich dann in gut drei Stunden abspielte, geht eigentlich nur mit Hilfe der jahrelangen Erfahrung des Duos. Sie haben die Kontakte und das Wissen, so einen Abend zusammenzustellen, das Gespür für die Heimat einfließen zu lassen und die Moderation samt Witzen zu übernehmen.

Als Instrumentalgruppe war erstmals die "Rüscherl Muse" mit Pascal Führnrohr (Basstrompete, Tenorhorn), Daniel Käsbauer (Flügelhorn, Trompete), Florian Forster (Tuba) und Christian Müller (Akkordeon) mit dabei. Mit bodenständiger Musik verstanden es die vier jungen Burschen Akzente zu setzen.

Frank Sinatras "Mund weh"


Vielfach ausgezeichnet ist das "Trio Collegio" aus Neumarkt. Edith und Bernhard Hilbich sowie Roland Frank wagen nicht nur einmal etwas außergewöhnliches. So dichten sie Frank Sinatras Welthit "My Way" in Oberpfälzer Mundart um in "Mund weh". Kurz darauf folgt die "Dreiminutenpolka": Der Wecker wird gestellt und nach genau 180 Sekunden hört das Trio mit dem Läuten auf zu spielen.

Eine Klasse für sich sind "De zwoa Schneidigen", Manfred Wild und Christian Müller. Sie sind perfekt aufeinander eingestimmt. Musik, Erzählungen und Witze kommen auf den Punkt beim Publikum an. Christian macht einen Witz über die Unendlichkeit, der eigentliche Gag folgt am Ende: Die beiden Musiker warten schon etwas länger auf ihre Getränke. Bürgermeister Troppmann springt auf und bringt persönlich zwei Bier und zwei Schnaps. "In Neistadl wenn i wohna dad, mei Stimm haist", verkündet Christian.

Aber was wäre der ganze Abend ohne die Zupfer-Moidln. Zusammen mit Gerhard Reber und seinem Akkordeon sorgen sie für die Unterhaltung, die die Neustädter seit den Zeiten von Bepp Zupfer kennen.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildet das gemeinsam gesungene Lied "Soll den dös a Kirwa sa", wobei die vier Rüscherl-Musikanten sich nicht zu fein sind, einige Stücke im hinteren Teil des Saales zu spielen. Zu Ende geht der perfekte Abend mit dem "Böhmischen Traum".
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