15 Jugendliche des Berufsbildungszentrums wollen Speierling-Bestand verdoppeln
Schüler pflanzen seltene Bäume

Der Speierling ist nicht wirklich bekannt. Selbst die angehenden Land- und Forstwirte des Berufsbildungszentrums (BSZ) Neustadt kannten den Wildobstbaum nicht. Schließlich gibt es nur noch wenige Exemplare in Deutschland.

Dass es nun wieder mehr werden, dafür sorgen 15 BSZ-Schüler aus den Landkreisen Neustadt, Tirschenreuth und Amberg-Sulzbach. Sie trafen sich mit Forstwirtschaftsmeister Reinhard Wiesent zu einem Pflanzkurs im "Kellerhals", einem gerodeten Stück Gemeindewald des Marktes Leuchtenberg.

Die Schüler haben Speierlinge gepflanzt. Sollte alles klappen, gibt es in Leutchenberger Gemeindewald bald 325 dieser Bäume - mehr als die Hälfte in ganz Deutschland. Der Speierling hat einen Stammdurchmesser von über einem Meter und wird bis maximal 30 Meter hoch und kann 600 Jahre alt werden. Aus den Blüten im Mai entwickeln sich im Herbst kleine Früchte, die von Tieren aufgenommen werden.

"Es handelt sich beim Speierling um qualitativ hochwertiges Holz", sagt Forstamtmann Albert Urban von der Forstdienststelle Irchenrieth. Er leitete zusammen mit Forstwirtschaftsmeister Reinhard Wiesent den Pflanzkurs. Urban ist ein Verfechter für "das Besondere" im Wald, aber vor allem für mehr Laubwald, der dem Klimawandel leichter trotze. Deshalb ließ er auch 75 Winterlinden pflanzen. Wie man mit dem Pflanzspaten arbeitet und welche Abstände einzuhalten sind, darauf legte Wiesent das Augenmerk. Das Areal mit einem Wildschutzzaun ist begrenzt. Urban und Wiesent informierten die Schüler auch über die nicht geringen Förderungen bei entsprechenden Neuaufforstungen mit den dazugehörenden Schutzmaßnahmen.
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