400 Schuhe gehen auf Reisen

Dass die Hilfspakete der Rumänienhilfe auch die hilfsbedürftigen Familien vor Ort erreichen, dafür zeichnet Erna Hauer (Zweite von links) verantwortlich. Im Sommer war sie mit einigen Neustädtern, darunter Herrmann Schmid (rechts), vor Ort. Auch heuer werden wieder Hilfspakete mit der Johanniter-Weihnachtstruckaktion ins Karpatenland gebracht. Bild: prh

Erna Hauer fällt ein Stein vom Herzen. Denn auch heuer hat der Motor der Rumänienhilfe der Katholischen Kirchenstiftung erreicht, dass die Johanniter-Weihnachtstrucker zum Fest der Liebe Hilfsgüter in die von ihr betreuten Orte in Rumänien transportieren.

"Die Bedürftigen vor Ort erkundigten sich bei unserem Besuch im Sommer, ob es zu Weihnachten wieder Pakete gibt", erzählt Erna Hauer. Weiter erklärt die Neustädterin, die sich seit Jahren für diese Aktion engagiert, die Pakete seien dort sehr beliebt, weil die Menschen lange was davon hätten. Auch heuer werden sich am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder ATU-Fahrer auf den beschwerlichen und langen Weg ins Karpatenland machen.

Was alles mit muss

Die Geschenkpakete sollen ein Geschenk für Kinder (Malbuch oder Malblock, Malstifte), 3 Kilogramm Zucker, 3 kg Mehl, 1 kg Reis, 1 kg Nudeln, 1 Liter Speiseöl in Plastikflaschen, 3 Packungen Multivitamin-Brausetabletten, 3 Packungen Kekse, 5 Tafeln Schokolade, 500 Gramm Kakaogetränkepulver, 2 Duschgel, Handcreme, 2 Zahnbürsten und 2 Tuben Zahnpasta enthalten. Die gepackten Pakete können ab heute, Dienstag, bis Donnerstag, 17. Dezember, bei Erna und Michael Hauer im Lerchenweg 3, Annemarie und Hans Nachtmann in der Fliederstraße 6 sowie bei Maria und Hermann Schmid im Stadtmühlweg 7 und in der ATU-Filiale in Weiden abgeliefert werden.

Mit auf die Reise werden auch 200 Paar Winterschuhe für Kinder gehen, die Erna Hauer bei der Firma Schuh Weiß zu guten Konditionen aus Spendengeldern erstanden hat. "Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass die Kinder im kalten rumänischen Winter was Anständiges und Warmes an den Füßen haben." Auch die alten Menschen bekommen wärmendes Schuhwerk.

1,50 Euro pro Tag

Noch immer fehle es auf dem Land an Grundnahrungsmitteln. Allein im Sommer wurden dort rund 7000 Euro für Lebensmittel ausgegeben. "Die Eltern müssen für umgerechnet 1,50 Euro pro Tag ihre Kinder ernähren", erzählt Erna Hauer.

Ihre Helfer in Jimbor würden sicherstellen, dass die Hilfe bei den Notleidenden ankommt. Eine große Stütze sind Erna Hauer dabei zwei Männer: Josef Flöck und Karl Nagy. Letzterer dürfte den Altenstädtern noch als Pächter des SV-Sportheims in Erinnerung sein.
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