Abwasserzweckverband beschließt 719 749-Euro-Haushalt - Sanierung läuft weiter
Schlamm wird eingedickt

Die Verbandsräte des Abwasserzweckverbandes Altenstadt-Neustadt-Störnstein besichtigten den komplett sanierten Faulturm 1 der Kläranlage in Altenstadt. Günter Schwab (links) vom Ingenieurbüro Zwick erklärte die bereits durchgeführten und noch geplanten Maßnahmen. Bild: bgm
"Die Maßnahmen, die in die Wege geleitet wurden, zahlen sich aus." Das ist das Fazit, das Günter Schwab vom Ingenieurbüro Zwick zu den Sanierungsmaßnahmen an der Kläranlage zieht. Die Räte des Abwasserzweckverbandes Altenstadt-Neustadt-Störnstein besichtigten vor der Verbandssitzung den Fortschritt der Arbeiten.

Der Faulprozess im sanierten Faulturm 1 läuft reibungslos. Dank der neuen Wärmedämmung werden Temperaturen von über 40 Grad erreicht. Das kommt der Leistung des neuen Blockheizkraftwerkes zugute, das am 1. Juli in Betrieb ging. Seit Ende August läuft es im Klärgasbetrieb täglich 18 Stunden im Volllastbetrieb. "Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem früheren Blockheizkraftwerk, das es nur auf acht bis 14 Stunden pro Tag brachte", informierte Schwab.

Das zweite Blockheizkraftwerk wird im Februar 2015 geliefert und installiert. Aus förderrechtlichen Gründen wird es aber erst im August in Betrieb gehen. Die beiden neuen Anlagen könnten künftig sogar als Notstromaggregate genutzt werden.

Am zweiten Faulturm läuft die Erneuerung seit September auf Hochtouren. Derzeit wird der Beton saniert. "Die Überschussschlamm-Eindickung ist in Betrieb und funktioniert weitgehend einwandfrei."

Die Ingenieure arbeiten aber noch daran, diesen neuen Arbeitsprozess in den Kläranlagenbetrieb stabil zu integrieren. Insbesondere die Suche nach einem optimalen Flockungsmittel wird noch Zeit in Anspruch nehmen. "Zusammenfassend kann man bereits jetzt deutlich erkennen, dass die geplanten Maßnahmen erhebliche Verbesserungen bei Effizienz, Betriebssicherheit und Wartung nach sich ziehen", resümierte Schwab.

Nach 679 566 Euro im Vorjahr beträgt das Gesamtvolumen des neuen Haushalts 719 749 Euro. Davon entfallen 65 699 Euro auf den Vermögens- und 654 050 auf den Verwaltungsetat. Der größte Brocken der Einnahmen, nämlich 615 000 Euro, kommt aus den Verbandsumlagen.

Altenstadt zahlt 236 233 Euro, Neustadt 289 104 Euro und Störnstein 78 151 Euro. Für die Gemeinde Theisseil, die lediglich die Abwässer der Ortsteile Edeldorf und Wilchenreuth nach Altenstadt leitet, beträgt die Umlage 11 510 Euro.
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