Arbeitssieg zum Auftakt

Nach etwas stockendem Beginn klappten auch die Offensiv-Aktionen der Neustädter (hier am Ball Daniel Wunderlich) gegen den hochmotivierten Aufsteiger. Bild: Schwarzmeier

Eines war schon vorher klar: Nach einer kurzen Vorbereitung am ersten Spieltag gegen einen schwer einzuschätzenden Aufsteiger anzutreten, ist keine einfache Aufgabe. Das Gastspiel des TSV Grombühl bei den Basketballern der DJK Neustadt bestätigte dann auch diese Befürchtungen.

Es war nicht viel bekannt von dem jungen Team aus dem Würzburger Stadtteil. Die unorthodoxe Spielweise überraschte dann trotzdem etwas. "Das Spiel war insgesamt sehr zäh. Grombühl erwies sich als ein sehr unangenehmes Team, weil unkonventionell spielend. Es hat ein Viertel gedauert, bis wir uns in der Defense einstellen konnten", analysierte Uwe Glaser bei seinem Debüt als DJK-Coach, das Neustadt letztlich in der Höhe verdient mit 75:49 (35:25) für sich entschied.

Schwieriger Start

Anfangs jedoch hatte sein favorisiertes Team am Samstag Probleme im Abschluss. Vor allem im ersten Viertel gingen die freien Würfe sowohl aus der Distanz als auch am Brett meist nicht in den Korb, während die Gäste um Topscorer Andrej Nassir-Shahnian (17 Punkte) sicher punkteten. Bis zur siebten Minute im ersten Viertel hielten die Unterfranken mit und führten sogar knapp mit 15:14, ehe die DJK das Spiel vor gut 130 Fans langsam in den Griff bekam.

"Offensiv fehlte noch etwas die Feinabstimmung. Wir haben da gerade in der ersten Hälfte zu viel von der Dreierlinie versucht. Erst als wir in der zweiten Hälfte mehr abgewechselt haben lief es besser." Aber bereits bis zur Pause gelang den Neustädtern, bei denen alle zwölf Spieler punkteten, mit disziplinierter Ganzfeldpresse immer mehr, den Gegner unter Druck zu setzen.

Die Belohnung war eine 10-Punkte-Führung zur Halbzeit (35:25). In der zweiten Hälfte rotierte die DJK viel. Nach einem ausgeglichenen, kampfbetonten dritten Abschnitt gelangen gegen nachlassende Grombühler im einseitigen Schlussviertel (23:9) dann auch die Dreier.

Hervorragende Defensive

Glaser war nach dem Schlusspfiff mit dem ersten Auftritt seines Teams im Großen und Ganzen zufrieden: "Sehr positiv ist, dass trotz vieler Wechsel kaum ein Bruch im Spiel zu erkennen war. Vor allem in der Defense hat die Mannschaft hervorragend gearbeitet und einen Schritt nach vorne gemacht. Offensiv müssen wir aber weiter an den Details feilen, um solche Spiele früher zu entscheiden."

Wie viel der Erfolg wert ist, der die DJK zum ersten Tabellenführer der Bayernliga Nord macht, werden die kommenden Spiele zeigen.
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