Auch nach 40 Jahren nicht müde

Mit einem abwechslungsreichen Ferienprogramm wie hier beim "Drums alive" überbrücken die Turnerinnen der DJK-Turnabteilung die Sommermonate. Annemarie Nachtmann (Zweite von links) organisiert seit über 40 Jahren Wanderungen, Besichtigungen und sportliche Aktionen. Bild: prh

18 Damen im besten Alter schlagen zu Queen's "We will rock you" im Takt kräftig auf große Bälle. Es sind die Turnerinnen der DJK- und Katholischen Frauenbund-Gymnastikgruppe, die "Drums alive" testen. Initiiert hat das Annemarie Nachtmann - wie so oft.

Denn sie organisiert mittlerweile seit über 40 Jahren die abwechslungsreichen Veranstaltungen der Gruppe während der turnfreien Zeit. Es ist vor allem das Gemeinschaftserlebnis, das bei der 85-jährigen Marianne Rojer im Vordergrund steht. "Früher wollte ich einmal Sportlehrerin werden. Die Leidenschaft zum Turnen ist bis heute geblieben", erzählt sie. "Sie verpasst keine Turnstunde und das seit über 45 Jahren", verrät Annemarie Nachtmann, die die Gymnastikgruppe der DJK und des Katholischen Frauenbundes seit über vier Jahrezehnten leitet.

"Ich war überwältigt"

"Da unsere Männer gewohnt waren, dass wir jeden Mittwoch weg waren, wurde die Idee zum Ferienprogramm geboren", erinnert sie sich. Früher gab es in erster Linie Wanderungen und Radausflüge. Seit einiger Zeit nimmt Nachtmann jedes Jahr zwei kulturelle Veranstaltungen ins Programm. Heuer waren das der Besuch des Heimatmuseums in Altenstadt und die Führung durch die Lobkowitz-Schlösser durch Wolfgang Thiele. "33 Damen nahmen daran teil. Ich war überwältigt von dem Interesse", gesteht das Ehrenmitglied der DJK.

"Mein verstorbener Mann fragte einmal, ob wir nicht wenigstens im Sommer Ruhe geben könnten", erzählt Anni Jakob. Sie ist ebenfalls von Beginn an dabei. Erna Hauer erinnert sich noch gut an ein Minigolfturnier und die Turnstunden im alten Jugendheim. "Jetzt wird mehr Gymnastik gemacht, weil wir alle älter geworden sind", erzählt sie.

Mit Brigitte Steger hat Nachtmann, die mittlerweile mit den älteren Mitgliedern die Stuhlgymnastik macht, Unterstützung in der Gymnastikgruppe erhalten. Seit gut vier Jahren legt die Übungsleiterin Wert auf Wirbelsäulengymnastik, Gleichgewichts- und Koordinationsübungen sowie leichte Tänze.

Die Turnerinnen schätzen das Angebot und vor allem auch das Angebot, dass ihnen jedes Jahr von ihrer Leiterin in den Ferien präsentiert wird. Seit einigen Jahren wird Nachtmann von Brigitte Ruhstorfer bei der Organisation unterstützt. Heuer standen noch eine Wanderung zur Schweinmühle mit Begehung des Walderlebnisweges, eine Wanderung zum Eisstockheim mit Eisstockturnier, eine Wanderung um Neustadt mit Einkehr in der Freizeitanlage und die Wanderung zum DJK-Sportheim mit dem Trommeln und Rätselraten beim gemütlichen Beisammensein auf dem Programm.

Sozialer Aspekt wichtig

Ein Einkehrschwung ist dabei jedes Mal Ehrensache. Dabei sind die Harmonie in der Gruppe und der Wille, sich auch über die Turnstunden hinaus in der Gemeinschaft zu treffen, deutlich spürbar. Deshalb erfüllt das Ferienprogramm der Gymnastikgruppe einen nicht zu unterschätzenden sozialen Aspekt.
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