Auf "Wolke 4" in Stadthalle

Dass die Lobkowitz-Realschüler nicht nur Musik machen, sondern auch tanzen können, bewies die 5 b bei "Space galaxy". Bilder: prh
 
Anna Häupl war als Gesangsolistin der absolute Hinhörer.

Musikalisch bestens aufgestellt sind die Lobkowitz-Realschüler. Das bewies sie eindrucksvoll beim Sommerkonzert in der Stadthalle. Dort freuten sich über 500 Zuhörer - so viele wie selten - über abwechslungsreiche Darbietungen.

Eigentlich als Open-Air geplant, verlagerten die Organisatoren Michael Bertelshofer und Katharina Endress das zweistündige Konzert am Montag wegen des Wetters nach drinnen. Endress befindet sich derzeit in Mutterschutz und wurde durch einige Referendare der Schule vertreten, die abwechselnd dirigierten oder die Akteure an Instrumenten unterstützten.

Es war schon ein Jammer, dass die "Barbar' Ann" der Beach Boys nicht das Sommerfeeling in die Freizeitanlage bringen konnte. "Leider bekommt man heute keine Strandgefühle, sondern fühlt eher NovemberEindrücke an der Ostsee", bedauerte Rektor Johannes Koller.

Egal. Die fast 200 Mitwirkenden gaben auch in der Halle ihr Bestes und bekamen dafür ein ums andere Mal großen Applaus für ihren couragierten Auftritt. Nach dem Gute-Laune-Song "Call me maybe" von Carly Rae Jepsen wurden Erinnerungen an den 11. September wach, als der 50-köpfige Schulchor gefühlvoll Enyas "Only time" intoniert hatte.

Profilierte Show

Gekonnt und charmant führten Julia Gollwitzer (Klasse 7 c) und Katharina Luber (8 b) durchs Programm. Sie leiteten zum nächsten Highlight "The Show" über, das die Profilklasse Musik 6 b auf eigenen Wunsch vierstimmig einstudiert hatte. Großen Applaus verdienten sich auch Markus Ettl und Ellen Bitterer, die einige der Stücke am Klavier und am Schlagzeug begleiteten.

Tanz im Weltall

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war der Auftritt der Solistin Hanna Häupl. Sie interpretierte die Soul-Jazz-Nummer "I ain't got you", begleitet von Michael Bertelshofer am Klavier, mit hervorragender Stimme. Dass die Realschüler gut tanzen können, bewiesen sie bei den Choreographien der 5 b und 6 b bei "Space Galaxy" und "Black and Gold", für die Silvia Leneis verantwortlich war.

"New soul" und "The lion sleeps tonight" rundeten den ersten Konzertteil ab, der mit dem vom Publikum begeistert gefeierten "Mama Lou" des Refi-Chors endete. Die angehenden Pädagogen warfen sich dabei in Kleidung der 70er, die damals beim Les-Humphries-Singers-Hit aktuell war.

Herr am Schlagzeug

Nach der Pause war Big-Band-Sound unter der Leitung von Bertelshofer angesagt. Die 15 Musiker entführten mit "Brazil" nach Südamerika und machten bei Lady Gagas "Bad romance" eine hervorragende Figur. Ellen Bitterer verdiente sich einen großen Beifall am Schlagzeug beim "The drum lord".

Musik-Referendar Mathias Schleitzeneder hatte mit der 9 a den Ohrwurm "Wolke 4" einstudiert. Das Ende des abwechslungsreichen Programms war eine einzige Hommage an Udo Jürgens. Dazu wurde es auf der Bühne der Stadthalle eng. Sämtliche Chöre des Abends formierten sich zum Udo-Jürgens-Chor und besangen unter dem rhythmischen Klatschen der Zuhörer das "Ehrenwerte Haus" und "New York". Am Ende dankten sie mit "66 Jahren" für die Blumen.

Starkes Team

Die Zuhörer spendeten großen Applaus, vor allem für die couragierten Auftritte der Jüngsten aus den fünften und sechsten Klassen. Vom musikalischen Niveau sind die "Lobkowitzer" bestens aufgestellt. dank der musikalischen Erziehung eines Bertelshofer, einer Endress und zahlreicher Referendare wie Katharina Weber oder Ramona Heimerl.
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