Baum zwischen Pflastersteinen

Ein markanter Fahrbahnteiler zu Beginn des gepflasterten Bereichs in der Knorrstraße soll dafür sorgen, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit in der Innenstadt deutlich verlangsamen. Grafik: NT/AZ

Die Verlängerung des Pflasters vom Stadtplatz in die Knorrstraße hat die nächste Hürde genommen. Probleme haben einige Stadträte allerdings mit einem Baum in der Fahrbahnmitte.

Letztlich beschloss das Gremium am Dienstag aber doch, die von Emil Lehner vom Büro SHL Architekten erläuterten Pläne bei der Regierung wegen der Bewilligung der Fördergelder einzureichen und im nächsten Haushalt die benötigten Mittel für die mit 470 000 Euro veranschlagte Maßnahme einzustellen. Lehner hatte in seinem Entwurf die Auflagen eingebaut, die ihm das Gremium im Juli auferlegt hatte.

"Ohne sachkundige Unterstützung hätten wir das nicht machen wollen", bekannte der Planer, der wegen der Schäden am Stadtplatz viel Kritik einstecken musste. Er habe für den jetzt anstehenden Ausbau einen Experten aus Trier mit ins Boot geholt, der auch die Städte Regensburg und München berate. "Wir nehmen den Experten in den Vertrag mit auf und sind dann auch voll verantwortlich", beendete Lehner eine kurze Diskussion über mögliche Zuständigkeitsprobleme bei eventuell auftretenden Schäden.

Energisch setzte sich der Planer für einen Fahrbahnteiler mit einem Baum als optische Geschwindigkeitsbremse für den Verkehr auf Höhe der neuen Stadtterrasse ein. "Ich bin kein Freund des Baumes", bekannte CSU-Sprecher Joe Arnold. "Ich hätte lieber etwas künstlerisches, das kein Laub abwirft." Schon zuvor hatte Bürgermeister Rupert Troppmann auf einen ähnlichen Einwand von Gerhard Steiner (Freie Wähler) geantwortet, dass es ganz in der Nähe, am Friedhof, trotz Laubfalls im Herbst keine Probleme mit rutschigen Gehwegen und Straßen gebe.

Projektsteuerer Florian Müller nannte Lehners Berechnungen und Zeitschiene realistisch. Er empfahl allerdings, um ein wenig finanziellen Spielraum zu haben, von Kosten in Höhe von 500 000 Euro auszugehen.

Wenn alles nach Plan geht, sollen die Bagger im Mai anrollen und im August wieder abziehen. "Die heiße Phase des Baus erfolgt in den großen Ferien", kündigte Lehner an. Während der Bauzeit in zwei Etappen mit halbseitiger Sperrung soll die Durchfahrt weitestgehend möglich sein. Eine Ampel wird die Autos wechselweise an der Baustelle vorbeifahren lassen. Auch die Zufahrt zur neuen Tiefgarage soll gewährleistet bleiben. Zur Totalsperrung kommt es zum Ende der Bauarbeiten, wenn die Kreuzung der Johann-Dietl- mit der Knorrstraße neu asphaltiert wird. Bürgermeister Troppmann sprach von einer planerischen Leistung, dass der Verkehr während der Bauphase durchlaufe.
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