Begeisternde Barbaren

Die drei Barbari Bavarii wirken ganz brav, obwohl sie es faustdick hinter den Ohren haben. Bild: krb

Es ist einer dieser Abende, bei denen man keine Minute bereut, nicht auf der Couch sitzen geblieben zu sein. Drei junge Burschen nehmen vom ersten Takt an alle mit, unterhalten, machen Witze, plaudern mit dem Publikum.

Man muss sie sehen, man muss sie hören, die bayerischen Barbaren mit dem lateinischen Namen Barbari Bavarii. Wolfgang Thiele, vom Förderverein der DJK, begrüßte die Gäste im Sportheim zu einem außergewöhnlichen Konzert, das noch vor Monaten der rührige Vorsitzende Alexander Bach angeleiert hatte.

Ohne Vorglühen

Christian "Weiti" Witt, alias "das haarige Monster", Peter "Beda" Greiner, alias "das kleine Wesen", und Stephan "Rosi" Rosner, alias "die Bestie mit dem großen Maul". Vom ersten Moment an hatten sie den Funken im Publikum platziert. Die Gäste klatschen mit und die, die die Texte kennen, singen aus voller Brust mit.

Die Akteure erzählen von Musikern, die einfach besser sind, vor allem der mit der Gitarre, von Dr. Strahlemann aus Salzburg und machen daraus eine Gruslgschicht. In der großen, weiten Welt (Berlin) sind die Burschen auch schon herumgekommen und haben dabei erlebt, wie man das Bier versauen kann. Nein, weiter als bis zum Radler oder Russen darf man es nicht verfälschen.

Dann kommt eine etwas andere Nachspeise zur Sprache (Obazda auf der Brust). Der Shoppingtherapeut spricht mit seinen Erfahrungen vielen Männern aus der Seele. "Nie wieder Alkohol" oder Männerschnupfen (hier haben vor allem die Mädels ihre größte Freude) reißen zu Begeisterungsstürmen hin. Es kommen ein amerikanischer Kaktus, der Schlagerstar und dann der Enkel von der Demenzstation.

Kracher zum Schluss

Eigentlich dürfte man das alles gar nicht schreiben, man muss die drei Burschen live erleben. Die Oberpfälzer Boum schauen den Leuten aufs Maul. Und mit "Annamirl Zuckertirl" oder "Na, da Papa wois des niat" warten sie noch mit zwei Krachern auf. "Gratulation Förderverein!" Der jährliche Kulturabend ist wieder einmal bestens gelungen und alle denken an Alexander Bach, der leider nicht mit dabei sein konnte.
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