Beim Thema Windkraft gab es im Stadtrat nicht gerade Gegenwind, aber leichte Böen. Die SPD-Fraktion stritt sich mit dem Rest des Gremiums über mögliche Plätze für Windräder.
Böen im Stadtrat

Windkraft ja, aber nur nicht zu nah. Die Position des Stadtrates ist ähnlich zwiegespalten. Bild: Piehler
(blu) Es ging um zwei Flächen am nordwestlichen Eck des Stadtgebietes, nahe an der Straße von Altenstadt Richtung Windischeschenbach. Diese gehören eigentlich zum Naturpark Oberpfälzer Wald. 2009 hatte der Stadtrat beantragt, die beiden Areale aus dem Schutzgebiet herauszunehmen, um prinzipiell die Voraussetzungen für den Bau zu schaffen. Nun stand zur Debatte, ob der Antrag zurückgezogen wird und so die Flächen wieder ausschließlich dem Naturpark zugesprochen werden.

Die SPD war dagegen. Das Stadt hätte explizit den Ausbau der Windkraft empfohlen, betonte Martin Filchner. Ein vorschnelles Handeln zur Herausnahme der Flächen wäre eine Abkehr davon. "Die Entscheidung, nicht zurückzuziehen, tut niemandem weh", argumentiert Filchner. Annette Karl unterstützte ihren Parteifreund. Der Energienutzungsplan und damit die Energiewende dürften nicht zu Grabe getragen werden. Der Stadtrat solle warten, bis sich die schwammige Gesetzeslage geändert habe.

CSU-Sprecher Josef Arnold sah das anders. Mit dem Rückzug verbaue sich die Stadt keine neuen Beschlüsse. "Wenn sich die Chance ergibt, was zu machen, sind wir wieder mit dabei". Bürgermeister Rupert Troppmann widersprach dem Argument von Karl, dass der Energienutzungsplan zu Grabe getragen werde. "Aber hier oben geht es einfach nicht."

Am Ende beschloss der Stadtrat, den Antrag zurückzuziehen, dass Stadtflächen aus dem Landschaftsschutzgebiet für Windkraftanlagen in Frage kommen. Die SPD-Fraktion wurde mit 6:14 überstimmt.
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