Blaue Flecken im Rotlicht

Die DJK-Mädchentanzgruppe Beat Breakers war bei ihren beiden Auftritten von Zuschauern dicht umringt. Bild: bgm

Kunstausstellungen, fesche Schuhplattler und Auftritte verschiedener Musikgruppen gab es bei der Kunst- und Rotlichtnacht des Werberings. Trotz Rotlicht und Stangentänzerinnen war die Veranstaltung absolut jugendfrei.

Die knapp bekleideten Mädels turnten bei Fahrrad Fritsch an zwei Stangen. "Das ist komplett anders als Gogo", betonte Katharina Engelhardt, die in Vilseck ein Fitness Studio betreibt und Kurse in Pole Fitness anbietet. So heißt diese Sportart an der Metallstange, die seit zwei, drei Jahren in Deutschland Fuß fasse. "Das schwuppt aus Amerika herüber", erklärte Engelhardt.

Die Bewegungen seien "extremst akrobatisch" und erforderten große Körperbeherrschung. "Vor allem Ältere denken vielleicht, dass das ein bisschen schmuddelhaft ist", räumte die Vilseckerin ein. Der jungen Generation sei aber bewusst, was man dabei leiste.

Das bestätigte Marina Prechtl. Normalerweise würden sie eine Stunde trainieren. In Neustadt waren sie für die Vorführung länger gefordert. "Das geht schon an die Substanz", zeigte die Turnerin auf einen großen blauen Fleck am Oberarm.

Am Freitag fand in Neustadt/WN die Kunst- und Rotlichtnacht statt. Wir waren mit der Kamera dabei. Fotos: Benedikt Grimm

"Es ist sau heiß, aber wir geben trotzdem Vollgas", so die Ansage von Tobias Hero, der den Auftritt des Neidaffer Plattlclubs moderierte. Die Burschen in feschen Lederhosen ließen sich von der Hitze nicht bremsen. An selber Stelle, der Kreuzung zwischen Unterer Vorstadt und Freyung, schwitzte die Mädchentanzgruppe Beat Breakers der DJK bei der Hip-Hop-Show.

Erstmals sei die Kunst- und Rotlichtnacht noch stärker auf den Stadtplatz konzentriert, erklärten Werberingvorsitzender Alfred Kunz und Stellvertreterin Lisa Arnold. Mit einem Stand von Stadthallenwirt Peter Siller und reichlich Sitzgelegenheiten lockte dort eine Zaubershow, Musik der Gruppe Cabaloo oder für Gesundheitsbewusste der Stand vom Naturkostladen Hollerbirl.

Michael Wagner, Vertriebsleiter bei Lemonaid, bot Bio-Limonaden zum Probieren an. Je Flasche kommen fünf Cent einem gemeinnützigen Verein zu Gute. "Wir unterstützen Projekte in den Herkunftsländern der Zutaten", erklärte Wagner und betonte, dass das Engagement noch weit über die Anforderungen des Fair-Trade-Labels hinausginge.

"Das sieht schon ganz hübsch aus, wie das hier beleuchtet ist, wirklich hübsch", meinte Micha Schießl aus Püchersreuth, der zum ersten Mal die Veranstaltung des Werberings besuchte. "Eine richtige Partymeile", sagte Rainer Hetz zum Veranstaltungsareal, das sich von Rosi's Mode bis zu Optic Biasin über gut 600 Meter erstreckte.

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Weitere Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/rotlicht2015
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