Blues in allen Lebenslagen

Wer braucht schon eine Bühne? Sänger Andreas Doerfler jedenfalls nicht. Bild: krb

Was braucht man alles, damit eine Blues-Serenade zu einem Erfolg wird? Einen lauschigen Sommerabend, begeisterungsfähiges Publikum, einen schattigen Biergarten, gut gekühlte Getränke, Leckeres vom Grill und gut aufgelegte Musiker.

Und genau dies wurde am Serenadenabend, dieses Mal außer der Reihe am Mittwoch, geboten. Zu Beginn waren noch Plätze frei, doch schon nach wenigen Titeln war auch der letzte Stuhl besetzt. Etwa 300 Musikfans wollten sich diesen kostenlosen Abend in der Neustädter Freizeitanlage nicht entgehen lassen.

Gleich am Anfang ging mit Titeln wie "Mojo Hand" von The Juke Joints oder "Pride and Joy" von Stevie Ray Vaughan die Post ab. Die Formation um den Weidener Gitarristen Günter Hagn besteht nun schon seit einigen Jahren und trägt seine Handschrift. Er ist auch für einige Arrangements verantwortlich, die die Band ausgezeichnet umsetzt.

Viel Erfahrung

Seit 1977 spielte Hagn in diversen Rock- und Jazzbands (unter anderem November, Rockzipfl und After Hours Club Band), um nun endgültig zu seinen Wurzeln, dem Blues, zurückzukehren. Seine Mitstreiter sind wie er Musiker, die schon jahrelang Erfahrungen in den verschiedensten Bands gesammelt haben. Andreas Doerfler, der Mann mit einer außergewöhnlichen Stimme, Paul Grötsch Bass (Mitglied diverser Blues- und Rockbands) sowie Andreas Bauer am Schlagzeug (diverse Jazz-, Funk- und Rockbands).

Alle zusammen haben sie die gleiche Leidenschaft und das gleiche Ziel: Blues - und das kann man bei jedem Stück merken. Traditioneller Chicago-Blues, Texas-Shuffles und Rhythm'n' Blues wechseln sich mit hartem Bluesrock ab. Neben Elementen aus Funk und Soul mischen sich moderne und sogar jazzige Einflüsse mit in die Musik.

Mal groovig, mal gefühlvoll

Es entstand ein abwechslungsreicher und interessanter Blues, der mal erdig und groovig in die Beine geht oder mal gefühlvoll und melancholisch das Gemüt bewegt. Auch Jimi Hendrix war mit "The Wind Cries Mary" vertreten wie die Stones mit "You can't Always get what you want".

Und dann hielt es auch Sänger Andreas Doerfler nicht mehr auf der Bühne. Er tanzte ins Publikum, und selbst die Tische waren nicht sicher vor ihm. So endete dann ein toller Abend, der sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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