Botschafter pflegen ihren Beruf

Blumensträuße als Dank für die Initiatorinnen der Woche der Altenpflege: Roswitha Ruidisch (Dritte von links) und Iris Engelbrecht-Schärl(Zweite von links). BRK-Bezirks-Geschäftsführer Mario Drexler (links), Thomas Döbler (Vierter von links) vom Bundesamt für Familie und BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath schlossen sich dem Dank an. Bild: sbü

Eine Woche lang standen die Altenpfleger ganz im Mittelpunkt. In zahlreichen Veranstaltungen wurde für diesen Pflegeberuf geworben. In der Schlussveranstaltung kam viel Aufbruchstimmung auf.

(sbü) Am Ende der Veranstaltung wurden alle Altenpfleger und Altenpflegeschüler zu Botschaftern für ihren Beruf ernannt. Sie tragen ab sofort als Button das Motto der abgeschlossenen Aktionswoche für Altenpflege "Überlegst du noch oder pflegst du schon?". Und die Initiatoren der Veranstaltungsreihe Roswitha Ruidisch, Zukunftscoach der Stadt Weiden, und Iris Engelbrecht-Schärl, Leiterin der BRK-Berufsfachschule in Neustadt/WN, zeigten sich zufrieden.

Alle Veranstaltungen waren gut besucht. Im Mittelpunkt standen die Seniorenheime in Weiden und in den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth. Dort konnten viele Schulklassen sich über die Altenpflegeberufe informieren. Groß ist deshalb auch die Hoffnung der Veranstalter, dass der Bewerberrückgang für Altenpflegeberufe in der Region jetzt gestoppt werden kann.

In der Abschlussveranstaltung in der Neustädter Stadthalle wurde noch einmal viel Werbung für den Altenpflegeberuf betrieben. Zum Beispiel in einer Talkrunde mit Pflegefachkräften und anderen Experten. "Was motiviert Sie für Ihren Beruf?" fragte Moderatorin Ruidisch die Altenpflegerin Melanie Gundel. "Das Lachen der alten Menschen und ihre Dankbarkeit, aber auch die Arbeit im Team", lautete die Antwort. Klaus Gredinger, Teamleiter bei der Arbeitsagentur Weiden, beschreibt die "absolut sicheren Zukunftsaussichten dieses Berufes".

In das Lob für die Altenpflegeberufe stimmt auch Weidens Seniorenbeauftragter Alfons Heidingsfelder ein, wenn er sagt: "Ich höre von den alten Menschen nie Schlechtes über ihre Pflegekräfte, allenfalls wird über das Essen oder die Wäsche geklagt." Dennoch wurde in der Abschlussveranstaltung auch von vielen beklagt, dass vor allem in der überregionalen Presse häufig ein negatives Bild über Pflegeberufe verbreitet werde. Darunter leide das Image der Pflegetätigkeit und viele würden davon abgehalten, diesen Beruf zu ergreifen.

Dass sich dies ändere, dafür setzten sich auch Mario Drexler, Geschäftsführer des BRK Bezirksverbandes Niederbayern Oberpfalz, ein. So rief er alle Anwesenden auf "nicht nur Gutes zu tun, sondern auch eine Botschaft für die Altenpflege weiter zu geben". Ähnliches sagte Thomas Döbler vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben: "Pflegende und Beschäftigte sind authentische Botschafter, werden Sie deshalb Pflegebotschafter". Wichtig ist laut Döbler auch wie Pflegekräfte untereinander sprechen: "Bitte keinen Jammer-Modus, zeigen Sie Selbstbewusstsein."

Fast alle Wortmeldungen in der Veranstaltung zeigten, "dass der Pflegeberuf viel Sinnerfüllung und Selbstverwirklichung für sich selbst erbringe". Schulleiterin Engelbrecht-Schärl brachte dies auf den Punkt als sie sagte "jeder Mensch hat es verdient, liebevoll und professionell gepflegt zu werden, deshalb habe ich viel Leidenschaft für meinen Beruf".
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