Bürgermeister Rupert Troppmann beim Biergartengespräch über Asyl, Schulen und Straßenarbeiten
Andere sollen auch Flüchtlinge aufnehmen

Im Hof des Gasthauses "Weißes Rössl" skizzierte Bürgermeister Rupert Troppmann (links) auf Einladung der Frauen-Union seine Vorstellungen von der Stadtpolitik. Bild: krb
Für eine ungezwungene Diskussion über die Stadtpolitik hatte die Frauen-Union um Marianne Lebegern zum Biergarten-Gespräch mit Bürgermeister Rupert Troppmann eingeladen. Gleich zu Beginn ging es um die Situation der in Neustadt untergebrachten Flüchtlinge.

Alle waren sich einig, dass geholfen werden muss, doch gleichzeitig wurde auch deutlich Solidarität im Landkreis gefordert. "Wir hatten in Neustadt schon immer Asylbewerber. 100 Personen sind auch überhaupt kein Problem", unterstrich Troppmann. "Doch auch andere Gemeinden, die über leerstehende Gebäude verfügen, müssen ihren Beitrag leisten." Ein Besucher wollte wissen, ob denn der Schul- und Sportbetrieb durch die Flüchtlinge gefährdet sei. Das sei nach derzeitigem Stand nicht zu befürchten.

Ein Thema, das vor allem die Autofahrer beschäftigt, sind die Pflasterarbeiten in der Knorrstraße. "Leider haben uns die Temperaturen hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Betonzulieferer übernahm ab 25 Grad keine Garantie mehr, und so verzögert sich alles um drei Wochen bis Mitte Oktober."

Positiv findet das Stadtoberhaupt die Entwicklung der Schulen. "Der Standort Neustadt war nie in Gefahr, vielmehr konnten wir sogar den Schulstandort Floß sichern.". Zudem seien beide Kindergärten sehr gut ausgelastet.

Geht es nach den derzeitigen Planungen, könnte der Kreisverkehr beim DJK-Sportplatz Ende 2016 fertig sein, wenn die Grundstücksverhandlungen erfolgreich verlaufen. "Wir erwarten uns dadurch eine wesentliche Verkehrsentflechtung am Raiffeisenplatz."

Troppmann schwärmte vom guten Miteinander über Parteigrenzen hinweg im Stadtrat. "Deshalb verstehe ich nicht, warum vonseiten der Freien Wähler nun diese Schärfe über die Presse ins Spiel gebracht wird. Tatsachen müssen genannt werden dürfen, Polemik hat im Stadtrat nichts zu suchen."

"Die Aussage, dass der Neustädter Stadtrat erst handle, wenn etwas passiert sei, weise ich mit aller Schärfe zurück. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals in Neustadt solch unhaltbare Aussagen gab", ärgerte sich Troppmann um die neuentfachte Diskussion über einen Defibrillator.

Troppmann bat die Besucher, sich aktiv in die Stadtpolitik einzubringen. "Wir brauchen interessierte Bürger, die Verantwortung übernehmen möchten."
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