Bundestagsabgeordneter wirbt für Engagement in Politik
Berufswunsch Förster

"Ich bin froh, dass ich das machen kann. Ich bin heilfroh, dass ich das alles erleben durfte." Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht beantworte den Realschülern Fragen über seine Arbeit und seinen Weg ins Parlament. Bild: bgm
"Überlegt euch, ob ihr nicht auch bei Parteien oder Vereinen aktiv werden wollt", sagte Albert Rupprecht zur Klasse 10 e der Lobkowitz-Realschule. Zuvor hatte der Bundestagsabgeordnete von seiner Arbeit, von Erfolgen und Ernüchterungen berichtet.

Auf Einladung von Sozialkundelehrerin Sabrina Reber war der Parlamentarier in die Schule gekommen. Bürgermeister Rupert Troppmann - selbst ein Absolvent der Lobkowitz-Realschule - gab einen kurzen Einblick in die Kommunalpolitik.

"Eigentlich wollte ich mal Förster werden", antwortete Rupprecht auf die Frage eines Schülers, wie er denn zur Politik gekommen sei. "Ich bin sehr naturverbunden." Schon im Jugendalter habe er sich Sorgen um den Erhalt seiner Heimat gemacht.

Die CSU war keineswegs seine erste Anlaufstation. "Der macht mir zu wenig für die Umwelt", dachte der junge Rupprecht über die Politik von Franz-Josef Strauß. In der katholischen Landjugend sei immer viel diskutiert worden. Das reichte dem Albersriether aber nicht. Er ließ sich in Führungsämter der Landjugend wählen und war auch damit noch nicht zufrieden.

Beim Studium in Regensburg habe er sich einige Parteien angeschaut, mal die Jusos, mal die ÖDP. Bei der Jungen Union habe er sich "am wohlsten gefühlt".

Bei den Bundestagswahlen im Jahr 2002 rutschte Rupprecht dank des guten Ergebnisses der CSU über die Liste in den Bundestag. "Jetzt kann ich die Welt verändern", dachte sich der damals 34-Jährige. Schnell wurde er auf den Boden der Realität zurückgeholt. "Dann bin ich da rein und habe festgestellt, dass da 600 andere sind, die genauso denken."

Doch die Bilanz nach zwölf Jahren als Volksvertreter in Berlin fällt positiv aus. "Ja, ich habe etwas verändert." Wenn er durch den Wahlkreis fahre, sehe er sich bestätigt. Da eine Firma, die ohne seinen Einsatz für Fördermittel nicht investiert hätte, dort eine Frau, die er bei einer Streitigkeit mit der Krankenkasse unterstützt habe.
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